Kabel

Leoni profitiert von guter Automobil-Konjunktur und E-Mobilität

| Redakteur: Franz Graser

Leoni-Werk in Jining, China: Hier stellt das Unternehmen Kabelsätze und Bordnetz-Systeme für den chinesischen Automobilmarkt her.
Leoni-Werk in Jining, China: Hier stellt das Unternehmen Kabelsätze und Bordnetz-Systeme für den chinesischen Automobilmarkt her. (Bild: Leoni)

Der Nürnberger Autozulieferer und Kabelspezialist Leoni hat im ersten Quartal von einer starken Nachfrage der Autoindustrie profitiert. Der Umsatz stieg um 10,7 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) legte auf 52,9 Millionen Euro zu und konnte sich im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahrs mehr als verdoppeln.

Im Unternehmensbereich Wiring Systems (WSD) erzielte Leoni kräftige Zuwächse mit Bordnetz-Systemen und Kabelsätzen für Fahrzeuge von Automobilherstellern aus Asien, dem europäischen Ausland sowie für Pkw mit Elektro- und Hybridantrieben. Das Quartals-EBIT der Wiring Systems Division verbesserte sich unter anderem mit Hilfe erfolgreicher Initiativen zur Performance-Steigerung von fünf auf 22,9 Millionen.

Darüber hinaus gingen mehrere Neuaufträge im Bereich Elektromobilität ein. Leoni verfügt hier inzwischen über einen Auftragsbestand von rund 500 Millionen Euro: Unter anderem bestellten deutsche Automobilhersteller die Verkabelung für zwei vollelektrische Premium- und SUV-Fahrzeugreihen.

Im Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions (WCS) erhöhte sich der Umsatz in den ersten drei Monaten des Jahres um rund 8 Prozent auf 475 Mllionen Euro (Vorjahr: 438 Millionen). Der Zuwachs resultierte aus dem deutlich gestiegenen Kupferpreis.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern des Segments WCS nahm im ersten Quartal von 19,3 Millionen Euro auf 25,0 Millionen zu. Hierzu trugen neben den im Vorjahr umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen und dem Wachstum mit profitablen Produkt- und Systemlösungen auch positive Effekte aus der Kupferpreisveränderung bei.

Bei der strategischen Neuausrichtung zum Lösungsanbieter von sicheren und intelligenten Energieübertragungs- und Datenmanagementsystemen erzielte der Unternehmensbereich WCS weitere Fortschritte: Mit einer Mehrheitsbeteiligung an dem Softwarehersteller Adaptricity sicherte sich der Bereich den Zugang zu Kompetenzen in den Bereichen Software, Simulation und cloud-basierter Datenanalyse.

Im Rahmen der Portfolio-Entwicklung wurde außerdem der Verkauf des Geschäfts mit Kabelkonfektion und Kabelsätzen für Haushaltsgeräte und Elektrowerkzeuge abgeschlossen.

Insofern sieht sich der M-Dax-Konzern auf Kurs: Leoni bestätigte die Prognose für das Gesamtjahr, die von einem Umsatzanstieg um 4,5 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro und einer Verbesserung des Konzernergebnisses auf 180 bis 200 Millionen Euro ausgeht (Vorjahr: 78,1 Millionen). Nicht zuletzt stieg die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit zum Stichtag 31. März von 75.178 im Vorjahr auf 82.010.

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