Kabeltest

Anforderungen an moderne PC-basierte Kabeltester

| Autor / Redakteur: Christopher Stacey * / Kristin Rinortner

Kabeltest: PC-basierte Kabel- und Kabelbaum-Prüfsysteme garantieren eine einfache Nutzung, Modularität, Zukunftssicherheit und somit einen perfekten Investitionsschutz.
Kabeltest: PC-basierte Kabel- und Kabelbaum-Prüfsysteme garantieren eine einfache Nutzung, Modularität, Zukunftssicherheit und somit einen perfekten Investitionsschutz. (Bild: Alldaq)

Moderne Kabeltestsysteme sollen auf Arbeitsplatzebene so umfangreich wie nötig sein. Die Bediensoftware muss trotzdem benutzerfreundlich und einfach gestaltet werden.

Mit der Wahl eines flexiblen Systems für die Prüfung und Montage von Kabeln wird gleichzeitig eine Entscheidung zur Steigerung der Produktivität getroffen.

Die Vorteile liegen auf der Hand: die Modularität, die vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten und die einfache Handhabung sichern einen erstklassigen Investitionsschutz über einen besonders langen Lebenszyklus.

Als Konsequenz muss ein solches System auch komplexen Testumgebungen gerecht werden, um Änderungen der Prüflinge folgen zu können. Selbstverständlich sind die Hauptaufgaben eines Gerätes die Durchführung von schnellen, verlässlichen und genauen Messungen.

Ein flexibles System dient einer Vielzahl von Benutzern als wertvolles Werkzeug. Um dies zu gewährleisten, muss jeder Arbeitsplatz individuell angepasst werden können. So lassen sich etwa die Sprache, die Eingabeart per Maus und Tastatur oder per Touchscreen sowie die Komplexität der Bildschirmanzeige einstellen. Den spezifischen Bedürfnissen des Anwenders kann so optimal Sorge getragen werden.

Nehmen wir als Beispiel einen Arbeitsablauf bei der Erstellung eines neuen Kabels mit komplexen Anschlüssen, welches in größeren Stückzahlen gefertigt werden soll. Um die Vorteile eines flexiblen Systems zu demonstrieren, gehen wir davon aus, dass das Kabel den klassischen Weg von der Entwicklung bis zur Auslieferung durchläuft.

Von der Entwicklung bis zur Auslieferung

Als erster Schritt wird mit der Kabeltest-Software ein Musterkabel entworfen. Dem Entwickler bietet die Software die notwendigen Design-Elemente, um einen umfangreichen Verdrahtungsplan für ein neues Kabel zu definieren (Bild 1).

Der Anschluss-Typ, der erwartete Widerstand pro Leitung, die Verbindungen innerhalb des Kabels, die Farben der Leitungen sowie weitere Informationen können eingegeben werden. Die erstellten Daten werden anschließend in einer Datenbank gespeichert und lassen sich jederzeit weiter verarbeiten oder fungieren als Muster für Tests. Falls die Kabeldaten extern erstellt werden, können diese Pläne ebenfalls in die Kabeltester-Software importiert werden.

Im Prototypen-Stadium wird ein Musterkabel erstellt und ein Testadapter entworfen, um es mit der erstellten Vorlage zu vergleichen. Wenn es sich um gängige Anschlüsse handelt, kann die Adaption eine einfache Standard-Interface-Platine sein. Alternativ kann aber auch ein kundenspezifischer
Adapter nötig sein.

In der folgenden Nullserien-Phase der Produktion wird eine gewisse Anzahl von Kabeln produziert, um den Arbeitsablauf genau zu definieren. Dies dient dazu, eine möglichst gleichbleibende Qualität und eine hohe Produktionsgeschwindigkeit zu erreichen. In dieser Phase wird in der Regel ein automatischer Testablauf generiert, der alles beinhaltet, was am jeweiligen Prüfplatz benötigt wird. Auftrags-, Kunden- oder Seriennummern können per Barcode oder Tastatureingabe erfasst werden. Die eingelesenen Daten werden in Variablen gespeichert, damit sie an anderer Stelle, z.B. in Labels, Testberichten, Logdateien, Dateinamen und anderen Funktionen weiter verarbeitet werden können.

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