Energieketten

Rollengelagerte Energieführungen sorgen für weniger Reibung

| Autor / Redakteur: Frank Springer * / Kristin Rinortner

Rollengelagerte Energieführungen: Sie sind eine optimale Lösung für hohe Zusatzlasten und lange Verfahrwege, speziell im Bereich von über 200 m
Rollengelagerte Energieführungen: Sie sind eine optimale Lösung für hohe Zusatzlasten und lange Verfahrwege, speziell im Bereich von über 200 m (Bild: Tsubaki Kabelschlepp)

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Die rollengelagerte Energieführung punktet bei langen Verfahrwegen in Kombination mit harten Umgebungsbedingungen oder schwierigen technischen Parametern. Wie sie funktioniert, lesen Sie hier.

Rollengelagerte Energieführungen (Roller Supported Chains, RSC) von Tsubaki Kabelschlepp gleiten nicht, sie rollen. Dieses Prinzip stellt eine optimale Lösung für hohe Zusatzlasten und lange Verfahrwege, speziell im Bereich von über 200 m dar. Weil nur geringe Schub- und Zugkräfte benötigt werden, arbeitet das System sehr wirtschaftlich. Anwender profitieren zudem von einer hohen Lebensdauer – die verschleißarme Rollreibung macht es möglich.

Die rollengelagerte Energieführung ist eine sichere und zuverlässige Lösung, wenn gleitende Systeme an ihre technischen Grenzen stoßen. Das ist zum Beispiel bei langen Verfahrwegen in Kombination mit erschwerten Umgebungsbedingungen oder anspruchsvollen technischen Parametern der Fall.

Beim RSC-System gleitet das Obertrum der Energieführungskette nicht auf dem Untertrum, sondern läuft auf kugelgelagerten, wartungsfreien Rollen auf einem Führungsprofil. Aufgrund seiner Konstruktion kann dieses Führungsprofil auch große Stützabstände überspannen – ein weiterer Vorteil für den Anwender, denn er spart gegenüber den sonst üblichen Stützabständen von maximal 2 m Anbindungspunkte und somit den Stahlbau für die Aufnahmekonsolen. Aufgrund der wenigen Montagepunkte lässt sich auch ein Retrofit einfach und schnell realisieren. Das Führungsprofil ist mit Aussparungen versehen, sodass bei Bedarf ein einfacher Wechsel der Laufrollen möglich ist.

Die Laufrollen sind mit Hilfe von Haltern aus Kunststoff in einem definierten Abstand an das Kettenband montiert. So lassen sich die Zug- und Schubkräfte im Vergleich zu einer gleitenden Anwendung um nahezu 90% reduzieren, die Belastungen für Energiekettenbauteile und Leitungen werden minimiert. Die an den Energieführungsketten angebrachten Rollen laufen auf einem Führungsprofil und schlagen nicht gegen die Rollen im Untertrum. Die Laufflächen der kugelgelagerten Rollen sind aus Polyurethan gefertigt, was zu einem leisen und reibungslosen Betrieb beiträgt. Eine zusätzliche, verschleißanfällige Führung der Kette ist nicht erforderlich.

Die Basis für das RSC-System sind Standard-Energieführungsketten des Herstellers. Sie lassen sich mit verschiedenen Rollentypen kombinieren, die jeweils auf Anwendung, Betriebsparameter und Umgebungsbedingungen zugeschnitten sind.

Das RSC-System eignet sich auch für große Zusatzlasten, hohe Verfahrgeschwindigkeiten und Beschleunigungen. Das bestätigen umfangreiche Testreihen, die der Kabelspezialist auf einer neuen Outdoor-Testanlage durchgeführt hat. Dort lassen sich Verfahrwege von mehr als 100 m Länge und Verfahrgeschwindigkeiten bis zu 5 m/s vollautomatisch simulieren.

Mehrere Testbahnen machen es möglich, gleitende Systeme simultan mit RSC-Lösungen zu testen – rund um die Uhr an sieben Tagen der Woche, auch bei extremen Außenbedingungen wie strenger Winterwitterung, direkter Sonneneinstrahlung oder schweren Regenfällen.

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Niedrigere Kosten und kürzere Wartungszeit

Verschlissene Rollen können bei der Wartung individuell ersetzt werden. Ein zeitaufwändiger und kostenintensiver Austausch der kompletten Energieführung ist nicht mehr notwendig. Denn durch Aussparungen im Kanal sind die Rollen und modularen Seitenteile leicht zu erreichen. Das spart wertvolle Zeit bei Wartung und Instandsetzungsarbeiten.

* Frank Springer ist Vice President Marketing & Communications bei Tsubaki Kabelschlepp in Wenden-Gerlingen.

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