Verbindungstechnik

Harting beendet das Geschäftsjahr 2011 mit einem Plus von 16,5 Prozent

| Redakteur: Kristin Rinortner

Harting verzeichnet 2011 einen Umsatz von 481 Mio. Euro und ein zweistelliges Plus, das gab Philip Harting auf der SPS/IPC/Drives bekannt. Messeschwerpunkt der Technologiegruppe bildete mit Smart Network Infrastructure die Effizienz von Prozessen.

Auf der Automatisierungs-Fachmesse SPS/IPC/Drives verkünden die großen Verbindungstechnik-Unternehmen traditionell ihre Jahresergebnisse. Philip Harting, Vorstand Connectivity & Networks, gab bekannt, dass Harting das aktuelle Geschäftsjahr mit einem Plus von 16,5% und einem Umsatz von 481 Mio. Euro (Vorjahr: 413 Mio. Euro) abschließen wird. Das Wachstum wurde vorrangig in der Region Deutschland generiert, die auch mit einem Anteil von 38% – gefolgt von Europa ohne Deutschland (34%), Asien (19%) und Amerika (9%) – den größten Umsatzanteil beisteuert.

Niveau stabilisieren und konsolidieren

Nachdem das Unternehmen in den letzten beiden Jahren zweistellige Wachstumsraten verzeichnet hat, geht Harting im Jahr 2012 von einem mittleren einstelligen Umsatzwachstum aus. Ziel sei es, das Niveau zu stabilisieren und zu konsolidieren. Der Fokus liege nach wie vor auf Innovation und Kundennutzen in den drei Geschäftsfeldern Smart Network Infrastructure, Installation Technology und Device Connectivity.

Von den Rahmenbedingungen her sei es wichtig, dass Europa die Schuldenkrise in den Griff bekäme, denn China würde dieses Mal nicht „die Lokomotive sein, die die Weltwirtschaft aus der Krise zieht“. Das Land habe derzeit massive eigene Probleme, angefangen von der Immobilienkrise über eine hohe Inflationsrate bis hin zu weniger ausländischen Investitionen. Dem gegenüber sieht Harting positive Entwicklungen in der Region Amerika. So habe das Unternehmen zum 1. Oktober 2011 eine Tochtergesellschaft in Kanada gegründet.

Als technologische Treiber sieht Harting neben Miniaturisierung und Modularisierung von Komponenten und höheren Datenraten die Themen Energieeffizienz und Automation IT.

Smart Network Infrastructure

Das von der Harting Technologiegruppe entwickelte Konzept der Smart Network Infrastructure implementiert Daten- und Signal-Netzwerke als funktionskritischen Bestandteil der Prozesskette. Weil man sich mit diesem Ansatz von der reinen Konfiguration und Kombination passiver Komponenten weg bewege zu einer durchgängigen Struktur für überall verfügbare Informationen, verringere sich auch gleichzeitig die Schnittstellenproblematik, fügt Dr. Michael Groß, Geschäftsführer ICPN/RFID bei Harting Electric, hinzu.

Die parallele Nutzung einer Infrastruktur durch unterschiedliche Anwendungen mit unterschiedlichem Service wäre auf diese Weise auch in der Fertigung möglich. Notwendig sei zum einen ein prozessorientierter Top-Down-Ansatz und Smart Networks mit Smart Devices (aktive Komponenten, die Erzeung und Transport von Daten, Signalen und Energie regeln und steuern), Smart Objects (passive Komponenten, die die Kommunikation mit einer aktiven Komponente aufbauen) und Smart Applications (Software, die in Daten-, Signal- und Energieströmen Muster erkennt, mit Infrastrukturkomponenten kommuniziert um Funktionen auszuführen). Erste Lösungen erwartet Groß in etwa fünf Jahren, Effekte erst wesentlich später, frühestens 2020.

Betrieb einer ersten Testfabrik live zu sehen

„Data, Power, Signal optimal mit Applikationen zu verbinden, im Feld zu installieren und intelligente Systeme zur Vernetzung aufzubauen, das verstehen wir als unseren Beitrag zur (Smart Network) Infrastruktur“, fügt Philip Harting abschließend hinzu.

Ein erster Schritt sei die Technologie-Initiative SmartFactory KL e.V., bei der verschiedene Hersteller und Institute, darunter auch Harting, seit 2005 eine herstellerneutrale Test- und Demonstrationsfabrik aufbauen, in der diese Potenziale untersucht und weiterentwickelt werden. Die Herstellung von Flüssigseife in dieser Testfabrik war auf dem Messestand von Harting auf der SPS/IPC/Drives live zu sehen. //KR

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 30515340 / Verbindungstechnik)