Wago Verbindungsspezialist investiert in Mindener Stammsitz

Redakteur: Dipl. -Ing. Ines Stotz

„Unser Stammsitz in Minden profitiert vom anhaltenden globalen Wachstum der Gruppe“, sagt Sven Hohorst, Geschäftsführender Gesellschafter bei Wago. So erreichte das Unternehmen, das bereits 1951 die ersten Klemmen mit Federanschluss-Technik auf der Hannover Messe präsentierte, nun im Jahr 2007 einen Rekordumsatz von 431 Mio. €. Das entspricht einem Wachstum von 11,5%.

Firmen zum Thema

„Wir sind zuversichtlich, dass auch dieses Jahr erfolgreich wird“, Sven Hohorst, geschäftsführender Gesellschafter Wago
„Wir sind zuversichtlich, dass auch dieses Jahr erfolgreich wird“, Sven Hohorst, geschäftsführender Gesellschafter Wago
( Archiv: Vogel Business Media )

„Dieses sehr erfreuliche Ergebnis bestätigt unsere Zielsetzung, schneller als der Markt zu wachsen.“ Dabei entwickeln sich die beiden Geschäftsbereiche, die elektrische Verbindungstechnik und die Automation, gut — wobei sich die Automation noch etwas dynamischer zeigt.

„Nach der Entwicklung der ersten zwei Monate sind wir zuversichtlich, dass auch dieses Jahr erfolgreich wird, zumal es im Moment nicht nach Eintrübung der allgemeinen wirtschaftlichen Lage aussieht“, schätzt Sven Hohorst. Erfreulich sei auch, dass das Unternehmen in Deutschland weiter stark gewachsen ist: Der prozentuale Umsatzanteil von Deutschland und der Schweiz ist mit 38,1% nicht zurückgegangen, trotz neu gegründeter internationaler Tochtergesellschaften. Auch in den USA entwickelt sich das Unternehmen weiter erfolgreich, wobei aber der Wechselkurs das Ergebnis in Euro mindert.

Bildergalerie

Entwicklungskosten deutlich schneller gewachsen als der Umsatz

Das gute Umsatzwachstum zeigt sich auch in der Personalentwicklung, in annähernd gleicher Größenordnung von 10,2%. Derzeit beschäftigt die Wago-Gruppe knapp 4.800 Mitarbeiter weltweit, davon 2.700 in Deutschland und 500 in der Schweiz. Dabei wurden die meisten Arbeitsplätze in den Hochlohnländern Zentral-Europas geschaffen – was sich nur mit innovativen Produkten halten und ausbauen lässt.

So sind bei Wago die Entwicklungskosten sogar deutlich schneller gewachsen als der Umsatz, nämlich um 185% im Vergleich zum Jahr 2000 (Umsatz um 75%). „Heute müssen wir für Innovationen mehr Geld in die Hand nehmen“, unterstreicht der Geschäftsführer.

Ähnlich sieht es auch bei den Investitionen aus, die im vergangenen Jahr die Rekordsumme von 48,2 Mio. € erreichten. Zudem sind am Standort Minden die nächsten Projekte bereits in Angriff genommen: Es entstehen eine neue Kunststoffspritzerei und die Technikzentrale. „Mit der Spritzerei, deren Fertigstellung für den April 2009 geplant ist, können wir unsere Kapazitäten verdreifachen“, so Sven Hohorst.

(ID:245882)