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Smartwatches, Wearables und Co. Verbessertes Rendering erhöht die Lesbarkeit

| Autor / Redakteur: Geoff Greve * / Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Damit Text auch auf kleinen Bildschirmen lesbar ist, ohne die Hardwareanforderungen zu sprengen, ist eine spezielle Rendering-Lösung notwendig. Monotype hat dazu die gesamte Architektur überdacht und ein effizientes Speichermanagement ermöglicht.

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(Monotype)

Ob medizinische Minicomputer, Smartwatches, Navigationssysteme oder in der weißen Ware: Alle genannten Geräte besitzen einen kleinen Bildschirm, der gut lesbare, textbasierte Informationen ausgeben soll. Die Low-End-Devices aus den jeweiligen Produktfamilien haben zudem eine begrenzte Leistungskapazität und stehen wachsenden Anforderungen an einen spezifischen Funktionsumfang gegenüber.

Damit die intelligenten Devices letztlich ihren Nutzen erfüllen, ist die Qualität der Schriftwiedergabe auf den Displays eine entscheidende Komponente. Neben dem Anspruch der Nutzer nach einer klaren und gut lesbaren Schrift, hat auch die steigende Vernetzung unterschiedlicher Low-End-Technologien einen Einfluss auf die Anforderungen der Texte auf Displays. Inhalte kommen heute aus verschiedensten Quellen und in unterschiedlichen Sprachen und Schriftgrößen auf einem Smart Device an.

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Das Gerät muss in der Lage sein, jeden Text richtig auszugeben, damit beim Anwender nicht nur kryptische Zeichen ankommen. Auch müssen Informationen auf Displays schnell und deutlich lesbar sein. Das ist vor allem auf Navigationssystemen, die viele unterschiedliche Informationen gleichzeitig liefern und den Anwender vom Fahren ablenken können, oder auf medizinischen Geräten, die lebenswichtige Informationen übermitteln, entscheidend.

Bitmap-Schriften sind ungeeignet

Entwickler waren bisher bei Low-End-Geräten auf Bitmap-Schriften angewiesen, um Text darzustellen. Bei diesem Schriftformat werden Buchstaben wie Rastergrafiken angelegt und gespeichert. Denn Renderer kamen bei Geräten mit kleinen Displays und geringer Rechenleistung schnell an ihre Grenzen. Sie benötigten zu viel Speicher und CPU-Rechenzeit. Und beides ist bei Low-End-Geräten begrenzt.

Navigationsgeräte oder Wearables sind typischerweise mit Prozessoren wie dem ARM Cortex-M3 ausgestattet, der mit einem Takt zwischen 50 und 120 MHz läuft. Dagegen kann eine Schrift mit chinesischen Kurzzeichen, mit mehr als 28.000 gehinteten Glyphen auf High-End-Devices bis zu 20 MByte Speicherplatz belegen.

Bei Low-End-Geräten mit limitiertem ROM darf dieselbe Schrift bei ähnlicher Qualität aber nur 20 Prozent dieser Speichermenge benötigen. Warum also nicht bei Bitmapschriften bleiben? Beim Hinting wird die Darstellungsqualität von Texten auf Bildschirmen mit geringer Auflösung verbessert.

Weil man mit Bitmapschriften rasch an andere Grenzen stößt. Zum Beispiel können komplexe Schriftsysteme, wie sie etwa im indischen oder thailändischen Sprachraum genutzt werden, mit Bitmaps nicht zufriedenstellend gelöst werden. Zudem verlangt zeitgemäßes und gut lesbares GUI-Design nach unterschiedlichen Schriftgrößen, was bei der Skalierung von Pixelschriften zu einer deutlichen Verschlechterung der Lesbarkeit führt. Vektorschriften, ein Rasterizer und die Umsetzung von Satzregeln für komplexe Schriftsysteme auf Basis von Standards wie OpenType sind hierfür unersetzlich.

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