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Fertigungsverfahren für LEDs

Verbessertes Linienkonzept für das Reel-to-Reel-Verfahren

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Die Folie aufwickeln und das Schneideelement

Nach dem Lotpastendruck, der Bestückung mit Bauteilen, dem thermischen Prozess sowie einer optionalen elektrischen Prüfung wird die Folie zur Aufwickeleinheit transportiert. Um die bereits aufgebrachten Bauteile zu schützen, lässt sich optional über eine zweite Rolle ein spezifisches Spacerband (Abstandshalter) zuführen. Bei Bedarf kann die Folie in Transportrichtung geschnitten werden (LED-Streifen). Anschließend erfolgt das Aufwickeln auf mehrere Einzelrollen.

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In dieser Konfiguration stehen unterschiedliche Möglichkeiten zum Schneiden (Laser, Messer) zur Verfügung. Je nach Aufwickelmodul ist dann der Materialvorschub über Klemmelemente am Folienrand (Hitch Feeder) integriert oder als separates Modul erhältlich.

Dank der modularen Bauweise lässt sich die Reel-to-Reel-Produktionslinie sehr einfach um zusätzliche Anlagen erweitern und bietet so eine entsprechende Flexibilität. Elektrische oder optische Testmodule aber auch unterschiedliche Lasermodule zum Schneiden oder zur Folienbeschriftung können problemlos integriert werden. Wegen der kurzen Produktumstellzeiten und der Möglichkeit weitere Prozesse innerhalb der Linie zu verlagern (Aufwickelung mit Spacerband ohne Schneiden), ist das Fertigungskonzept auch für mittlere Produktionszahlen attraktiv.

Die R2R-Anlage von Rehm ist mit einer Prozesskammer ausgestattet. Herzstück ist eine Wärmequelle, die zur Reflowtemperatur-Profilerstellung aktiv entgegen der Transportrichtung des bandförmigen Substrats bewegt werden kann, während der Transport für das Folienmaterial stillsteht. Die Regelung der Heizleistung sowie die Bewegung der Wärmequelle der Anlage kann dem Takt der Image-Bestückung angepasst werden.

Dadurch wird es möglich, für jedes Image das erwartete Reflowlötprofil zu erzeugen, welches dem kontinuierlichen Durchlauf einer Baugruppe durch eine Konvektions-Reflowlötanlage entspricht. Flexibel lassen sich verschiedene Imagelängen oder Takte zum Drucken und Bestücken von neuen Applikationen mit den notwendigen thermischen Reflowprofilen versehen. Mit der Reflowlötanlage wird das Problem gelöst, reproduzierbare Reflowlötprofile für jedes Image abzubilden, ohne Bereiche eines Images zu überheizen.

Rehm schafft mit dieser Anlage die Möglichkeit, Produkte wie LED-Streifen im Endlosverfahren per Rolle-zu-Rolle-Prinzip effizient und wirtschaftlich in großen Serien zu verarbeiten und das bei absolut reproduzierbarer Wärmeübertragung. Außerdem lässt sich das Linienkonzept auch für R2R-Trocknungsaufgaben einsetzen. Das ist beispielsweise bei selektiver Bedruckung/Beschichtung von flexiblen Substraten der Fall.

Der Beitrag ist mit Material von Rehm Thermal Systems und Asys Automatisierungssysteme entstanden.

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