Angemerkt

Verappled oder vergoogelt – die Wahl zwischen Pest und Cholera

| Autor: Thomas Kuther

Thomas Kuther, Redakteur der ELEKTRONIKPRAXIS: „Aktuelle Apps laufen meist nur auf iPhones, iPads und Smartphones oder Tablets mit Android-Betriebssystem.“
Thomas Kuther, Redakteur der ELEKTRONIKPRAXIS: „Aktuelle Apps laufen meist nur auf iPhones, iPads und Smartphones oder Tablets mit Android-Betriebssystem.“ (Bild: ELEKTRONIKPRAXIS)

Wann haben Sie eigentlich zuletzt mit Ihrem Smartphone telefoniert? Dumme Frage – ich weiß. Aber angesichts dessen, was man mit einer solchen mobilen eierlegenden Hightech-Wollmilchsau alles anstellen kann, würden viele stolze Besitzer einen Ausfall der Telefonfunktion nicht einmal bemerken.

Wer in seinen sozialen Netzwerken up to date bleiben will und darüber hinaus auch nur einen Bruchteil der installierten Apps nutzt, dem bleibt nunmal nicht mehr viel Zeit zum Telefonieren. Auch ich bin mittlerweile im Smartphone-Zeitalter angelangt und genieße es, immer und überall auf meine wichtigsten Daten wie Kalender, E-Mail und Adressbuch zugreifen zu können, schnell mal im Internet nach dem Wetter von morgen zu schauen oder einfach nur Musik zu hören. Und so lasse ich dem Touchscreen selbstverständlich all die Streicheleinheiten zukommen, die von den verschiedenen Apps eingefordert werden.

Apps sei Dank, kann man via Smartphone heute sein Zuhause fernsteuern und -überwachen, eine Smartwatch bedienen, Drohnen fernsteuern, Daten vom Fitness-Armband in die Cloud versenden, den Luftdruck seiner Autoreifen kontrollieren, ja sogar sein Auto ferngesteuert in eine enge Parklücke bugsieren und vieles mehr. Dabei stehen wir erst am Anfang, denn die Industrie ist sehr kreativ, wenn es darum geht, zum Steuern und Überwachen von anderen Geräten und Systemen Smartphones einzusetzen.

Hoppla, habe ich da tatsächlich „Smartphones“ geschrieben? Das ist natürlich falsch! Denn solche Apps kann ich nur nutzen, wenn ich ein iPhone, iPad oder ein Smartphone oder Tablet mit Android-Betriebssystem habe! Alle anderen müssen leider draußen bleiben. Wenn ich also aktuelle und zukünftige Apps nutzen möchte, muss ich mich für Google entscheiden, das mich in NSA-Manier ausspäht, oder für die teure Apple-Welt, wo ich wie ein Vogel im goldenen Käfig in jeder Hinsicht bevormundet werde – eine Wahl zwischen Pest und Cholera.

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Herr Thomas Kuther, leider ist nicht ganz klar geworden, was der Artikel bezwecken sollte. Wenn...  lesen
posted am 08.09.2015 um 09:11 von Unregistriert

Ja, genau so ist es und daher bleibe ich meinem Nokia Symbian noch lange treu! Und ach ja:...  lesen
posted am 07.09.2015 um 21:09 von Unregistriert


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