Vektorsignal-Analysator mit komplett neuem Bedienkonzept

| Redakteur: Hendrik Härter

Der Vektornetzwerkanalysator R&S ZNA mit einem neuen Bedienkonzept. Dazu wurden Hard- und Software grundlegend überarbeitet.
Der Vektornetzwerkanalysator R&S ZNA mit einem neuen Bedienkonzept. Dazu wurden Hard- und Software grundlegend überarbeitet. (Bild: Rohde & Schwarz)

Eine neue Generation Vektorsignal-Analysatoren mit einer Bedienoberfläche aus zwei Touch-Displays und einem komplett neu gestalteten Geräteinneren soll den Markt aufmischen.

Den weltweit ersten vektoriellen Netzwerkanalysator brachte Rohde & Schwarz bereits Anfang der 1950er Jahre auf den Markt. Mit dem ZG konnten Anwender das Übertragungsverhalten von elektrischen Bauteilen oder Schaltungen messen. Der Bedarf nach hochwertiger und leistungsfähiger Vektor-Netzwerk-Analyse ist weiterhin hoch. Getrieben vor allem durch immer komplexere Kundenanwendungen mit einer hohen Integrität und gleichzeitig einer kleineren Fläche mit mehr implementierten Funktionen.

Hinzu kommt, dass Entwickler fertige Produkte in immer kürzeren Designzyklen fertigen müssen. Auf Seiten der Bedienung hat sich in den letzten Jahren einiges getan: Eine neue Generation an Ingenieuren wächst mit Tablets und Smartphones auf. Das haben sich die Entwickler von Rohde & Schwarz angenommen: Entstanden ist eine komplett neue Generation eines Vektor-Netzwerk-Analysators – der R&S ZNA. Diesen gibt es zum Start in zwei Ausführungen mit 10 MHz bis 26,5 GHz (R&S ZNA26) und 10 MHz bis 43,5 GHz (R&S ZNA43). Beide Modelle bieten eine Messdynamik von 146 dB (typ.) und ein Messkurvenrauschen von 0,001 dB bei einer ZF-Bandbreite von 1 kHz. Laut Hersteller sind im Laufe des Jahres weitere Modelle geplant, die einen höheren Frequenzbereich abdecken sollen.

Zwei unabhängige Touch-Displays

Auf den ersten Blick fällt gleich das Bedienkonzept auf. Bis auf einen mechanischen Schalter besteht die Front aus zwei unabhängigen Displays. Das größere Display bietet eine Diagonale von 12,1 Zoll und ist für die Darstellung der Messwerte vorgesehen; und das kleiner Display mit 7 Zoll. Dieses ersetzt das herkömmliche Hardkey-Panel. Für eine leichtere Arbeit sorgt der Wizard, der den Anwender durch die Messung leitet. Es lassen sich wesentliche Einstellungen bequem vornehmen. Der Anwender wählt zunächst den Typ des Messobjekts wie Mischer oder Verstärker. Anschließend werden in Dialogen schrittweise die gewünschten Messungen, die spezifischen Messparameter und der notwendige Messaufbau abgefragt. Wer es althergebracht mag: Die Parametrierung mit individueller Nutzereingabe ist weiterhin möglich.

Auch die Hardware-Architektur wurde grundlegend überarbeitet. Der R&S ZNA bietet vier interne phasenkohärente Quellen, eine echte Mehrkanalarchitektur mit acht parallelen Empfängern sowie zwei interne Lokaloszillatoren (LO). Damit lässt sich der Messaufbau wesentlich vereinfachen, sodass sich frequenzumsetzende Messobjekte, Verstärker und sogar komplexe T/R-Module nach einmaligem Anschließen präzise und effizient charakterisieren. Mit dem Vektornetzwerk-Analysator lassen sich Konversions-, Phasen- und Gruppelaufzeitmessungen mit vektorieller Fehlerkorrektur im Vergleich mit dem konventionellen Ansatz doppelt so schnell durchführen. Ein Referenzmischer ist nicht notwendig.

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