HF-Messtechnik Vektor-Netzwerkanalyse: Siglent betritt höhere Leistungsklasse

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Bei der HF-Messtechnik hat Siglent bisher mit der X-Serie preiswerte Netzwerkanalysatoren angeboten. Mit dem jetzt vorgestellten SNA5000A will das Messtechnik-Unternehmen eine neue Stufe bei der Netzwerkanalyse erklimmen.

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HF-Messtechnik: Den Netzwerkanalysator SNA5000A bietet Siglent als 2- oder 4-Tor Gerät mit den Frequenzbereichen von 9 kHz bis 4,5 GHz oder bis 8,5 GHz an.
HF-Messtechnik: Den Netzwerkanalysator SNA5000A bietet Siglent als 2- oder 4-Tor Gerät mit den Frequenzbereichen von 9 kHz bis 4,5 GHz oder bis 8,5 GHz an.
(Bild: Siglent)

Allein in Deutschland gibt es laut Bundesnetzagentur im ersten Quartal 2021 151.886.000 Mobilfunkteilnehmer [1]. Hinzu kommen noch die ganzen per Funktechnik verbundenen Geräte, die untereinander kommunizieren. Wachsende Datenverkehr und steigende Datenraten setzen leistungsfähige Messtechnik voraus. Vektornetzwerkanalysatoren spielen in der Hochfrequenztechnik eine wichtige Rolle. Mit ihnen können Entwickler sowohl passive als auch aktive Komponenten vermessen, 2-Tor-Netzwerke verifizieren oder Antennen anpassen.

Siglent bietet dazu seinen VNA SNA5000A, einen 2- oder 4-Tor-Vektor-Netzwerkanalysator. Hier macht der Hersteller nach eigenen Angaben den ersten Schritt in eine höhere Leistungsklasse. Das drückt man durch das neue Suffix A aus. Der SNA5000A ist das erste Mitglied der neuen Performance-Serie, der A-Linie. In den nächsten 18 Monaten werden einige weitere Geräte folgen. Im Vergleich zu den bestehenden Geräten der X-Serie, bei denen Preis-Leistung im Vordergrund steht, „sollen mit der A-Linie Qualität, Zuverlässigkeit und Effizienz den den Fokus rücken“, sagt Thomas Rottach von Siglent.

Was der Vektor-Netzwerkanalysator bietet

Der Netzwerkanalysator SNA5000A wird als 2- oder 4-Tor Gerät mit den Frequenzbereichen von 9 kHz bis 4,5 GHz oder bis 8,5 GHz angeboten. Der Dynamikbereich umspannt 125 dB und ermöglicht zum Beispiel eine genaue Analyse des Sperrbereichs eines Filters ohne dabei den Durchlassbereich aus dem Auge zu verlieren. Die Analysatoren unterstützen 2-/4-Port-S-Parameter und differentielle S-Parameter Messungen. Zeitbereichsanalysen lassen sich mit den Optionen SNA5000-TDA (Time Domain Analysis) oder SNA5000-TDR (Advanced Time Domain Analysis) durchführen.

Die Genauigkeit eines Netzwerkanalysators ist sehr stark an die Genauigkeit der Kalibration gebunden. Für unterschiedliche Anwendungen werden unterschiedliche Kalibrationstechniken benötigt. Der Nutzer kann beim SNA5000A zwischen 1-Tor-, erweiterter 1-Tor-, der voller 2-Tor-Korrektur und den unterschiedlichen Techniken SOLT, SOLR, TRL wählen, um die für die jeweilige Anwendung beste Genauigkeit zu erhalten.

Die fünf Sweep-Typen

Eine einstellbare Referenzebene, Port-Matching und das Embedding/De-Embedding von Testfassungen eliminiert externen Fehlerquellen. Die Serie bietet fünf Sweep-Typen: Frequenzsweep linear und logarithmisch, Sweep der Ausgangsleistung, Zeitbereichsweep und den segmentierten Sweep. Der Formeleditor und der Maskentest unterstützen den Entwickler bei der Analyse seines Testobjektes und beschleunigen die Auswertung und Verifikation.

Der 12-Zoll-Touchscreen lässt sich flexibel konfigurieren. Mehrere Fenster mit unterschiedlichen Messungen sind übersichtlich darstellbar. Das Short-Cut-Menü hilft bei der Konfiguration und bietet schnellen Zugriff auf die wichtigsten Funktionen. Das Gerät unterstützt externe Maus und Tastatur, kann per Webinterface vom PC aus, gesteuert werden und auch per HDMI an einen externen Monitor angeschlossen werden.

Referenz

[1] Teilnehmerentwicklung im Mobilfunk, Bundesnetzagentur (abgerufen am 20.7.2021)

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