Elektromobilität VDI gibt Tipps fürs Kaufen und Laden von E-Autos

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Elektro- und Hybridfahrzeuge prägen immer mehr das Straßenbild. Die Anreize zum Kauf eines E-Autos in Form von Zuschüssen und Steuererleichterungen gibt es mittlerweile genug. Trotzdem muss die Anschaffung eines E-Autos geplant sein.

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Ein E-Fahrzeug: Elektromobilität wwird immer beliebter. Aber was sollte man beim Kauf beachten?
Ein E-Fahrzeug: Elektromobilität wwird immer beliebter. Aber was sollte man beim Kauf beachten?
(Bild: filippo romeo / Clipdealer)

Die VDI-Publikation „Elektromobilität – Hinweise und Planungshilfen zum Kaufen und Laden von Elektroautos“ gibt Kaufinteressierten einen praktischen Überblick auf wesentliche Kriterien bei der Kaufentscheidung: Von konkreten Tipps zur Analyse des eigenen Fahrverhaltens und der Stellplatzsituation, über die Unterschiede der verschiedenen Fahrzeugklassen bis hin zur Installation von Lademöglichkeiten.

„Zwar erhöht sich die Zahl öffentlicher Ladestellen immer mehr, allerdings wirklich komfortabel ist erst das Laden zuhause. Hierbei spielt es eine zentrale Rolle, ob Kaufinteressierte im Besitz einer eigenen Garage oder Carports sind, oder sich eine größere Garagenanlage mit anderen Personen teilen. Die Publikation zeigt auf, was sie vor diesem Hintergrund bei der Installation einer Lademöglichkeit – der sogenannten Wallbox – beachten sollten“, erklärt Christof Kerkhoff, Geschäftsführer der VDI-Fachgesellschaft Fahrzeug- und Verkehrstechnik.

Ladeleistung und Kosten unter der Lupe

Leserinnen und Leser erfahren in der Broschüre, was sie an Ladeleistung und Kosten erwartet. Beispielsweise liegt die typische, maximale Ladeleistung mit Wechselstrom zwischen vier und 22 kW. Allerdings sind Wallboxen und Ladestationen über 11 kW Ladeleistung genehmigungspflichtig. Je nach Fahrzeugmodell und Ladeleistung liegt der Reichweitengewinn nach einer Stunde Laden zwischen 20 und 80 Kilometern. Mit den heutigen Mittelklasse-E-Autos kommen Nutzerinnen und Nutzer bis zu 400 km weit, mit Elektrofahrzeugen der Oberklasse noch einmal deutlich weiter. Mithilfe von Beispielrechnungen können Kaufinteressierte ausrechnen, wie teuer das Laden mit ihrem derzeitigen Fahrverhalten wird. So kann man die Abschlagszahlung beim Stromanbieter dementsprechend erhöhen und erlebt zur Jahresabrechnung keine böse Überraschung.

Ladestationen können grundsätzlich auf zwei verschiedene Weisen aufgebaut sein: Entweder ist die Ladestation mit einem oder mehreren Ladekabeln unterschiedlicher Steckertypen ausgerüstet und Fahrzeughalterinnen und -halter können ohne eigenes Kabel an Bord ihr Fahrzeug laden. Oder aber die Ladestation ist ohne Ladekabel ausgerüstet und Voraussetzung ist ein eigenes Kabel im Auto. Die Wahl des E-Autos entscheidet über den Kabeltyp, darüber müssen sich Käuferinnen und Käufer im Klaren sein.

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