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Luftfahrt USA führen Registrierungspflicht für Drohnen ein

| Autor: Sebastian Gerstl

Ab dem 21.12.2015 müssen sich alle amerikanischen Besitzer einer Flugdrohne, die ein Gewicht zwischen 250 g und 25 kg besitzt, vor deren Einsatz bei der US-Luftfahrtbehörde FAA registrieren. Wer dies nicht tut, dem droht eine Strafe von bis zu 27.500 US-$ – und ein potentielles Strafverfahren.

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Drohne im Flug: Auch Betreiber von unbemannten Quadcoptern gelten als Piloten, utreilt die US-Luftfahrtbehörde FAA. Ab dem 21. Dezember 2015 müssen sich daher bis spätestens zum 19. Februar 2016 alle amerikanischen Drohnenbesitzer registrieren, ehe sie ihr Fluggerät nochmal aufsteigen lassen wollen. Ansonsten drohen saftige Strafen.
Drohne im Flug: Auch Betreiber von unbemannten Quadcoptern gelten als Piloten, utreilt die US-Luftfahrtbehörde FAA. Ab dem 21. Dezember 2015 müssen sich daher bis spätestens zum 19. Februar 2016 alle amerikanischen Drohnenbesitzer registrieren, ehe sie ihr Fluggerät nochmal aufsteigen lassen wollen. Ansonsten drohen saftige Strafen.
(Bild: It's Bug Season / Adam Meek, flickr.com / BY 2.0)

Die neue Regelung betrifft mehrere Millionenbesitzer in den USA. Wer bereits ein solches Fluggerät besitzt hat bis zum 19. Februar 2016 Zeit, dem Aufruf zur Registrierung bei der FAA nachzukommen. Dies trifft auf alle Drohnenbetreiber zu – ob kommerziell oder privat. Wer sich eine neue Drohne zulegt, muss sich als Pilot bei der FAA registrieren, ehe er „den ersten Flug im Freien“ antritt. Die Luftfahrtbehörde führt zu diesem Zweck eine eigene Webseite ein, über welche die Registrierung direkt online vorgenommen werden kann.

Nach erfolgter Registrierung bekommen die Drohnenbetreiber eine Lizenznummer zugeteilt, die sie auf allen entsprechenden Fluggeräten anzubringen haben. Die Nummer ist dem Piloten zugewiesen – besitzt er mehrere Drohnen, erhalten alle dieselbe Nummer. Die Registrierungspflicht gilt für alle Drohnen, die über 0,55 amerikanische Pfund (250 Gramm) und – inklusive Ladelast, wie beispielsweise Kameras – weniger als 55 Pfund (ca. 25 Kilogramm) wiegen. Für kleinere Mini-Quadcopter gilt diese Vorschrift nicht.

Dass die Registrierungspflicht noch vor Jahresende eingeführt wird, kommt wenig überraschend: Drohnen sind ein aktueller Trend im Weihnachtsgeschäft. Allein in den USA werden nach Einschätzungen der USA etwa eine Millionen neuer Drohnen zu Weihnachten über den Ladentisch gehen.

Wer ab dem 19. Februar 2016 eine Drohne betreibt, ohne sie vorher ordnungsgemäß registriert zu haben, dem drohen saftige Strafen. Laut FAQ der FAA droht bei Vergehen ein Bußgeld von bis zu 27.500 US-$. Darüber hinaus droht ein strafrechtliches Verfahren, dass mit einer zusätzlichen Strafe von bis zu 250.000 US-$ und bis zu drei Jahren Haft enden kann.

In den USA wurde die mögliche Registrierungspflicht spätestens seit Sommer diesen Jahres eifrig diskutiert. Bis August hatte die FAA 650 Begegnungen ziviler Flugzeuge mit Drohnen gezählt, bis November 2015 stieg diese Zahl auf 1133 an. Einige dieser Vorfälle hatten schwerwiegende Folgen: So behinderte etwa am 17. Juli 2015 in Kalifornien eine unbemannte Flugdrohne während eines Waldbrandes trotz bestehendem Flugverbots 20 Minuten lang den Einsatz von Löschflugzeugen. Ebenfalls in Kalifornien sorgte am 26. Oktober eine Flugdrohne für einen langwierigen Stromausfall, nachdem der Pilot das Gerät in einen Stromwandler gesteuert hatte.

Auch in anderen Ländern reagiert man auf die zunehmende Zahl privat betriebener Flugdrohnen mit unterschiedlichen Regelungen. In Japan gilt seit kurzem ebenfalls eine Registrierungspflicht, in Deutschland gilt seit 1. Juni 2015 um Flughäfen herum eine Flugverbotszone für Drohnen im Abstand von 1,5 Kilometern. Ende Oktober 2015 sprach die EU zudem eine Reihe von unverbindlichen Richtlinien für den privaten wie dem kommerziellen Einsatz von Drohnen aus.

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