Autopilot unschuldig US-Verkehrsaufsicht stellt Untersuchungen gegen Tesla ein

Redakteur: Benjamin Kirchbeck

Die Verkehrsbehörde der USA hat das Untersuchungsverfahren gegen Tesla offiziell eingestellt. Zur Begründung hieß es, dass keinerlei sicherheitsspezifische Defekte gefunden wurden. Hauptuntersuchungsgegenstand war der zum Unfallzeitpunkt aktivierte Autopilot.

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Bei dem Verkehrsunfall im Mai des vergangenen Jahres, war der Tesla-Fahrer, ein Fahrzeug der Baureihe Model S, tödlich verletzt worden. Der aktivierte Autopilot hatte hierbei einen kreuzenden Lastkraftwagen nicht erkannt. Im Anschluss entbrannte eine ganze Reihe an Diskussionen rund um die Thematik autonomer Fahrassistenten.
Bei dem Verkehrsunfall im Mai des vergangenen Jahres, war der Tesla-Fahrer, ein Fahrzeug der Baureihe Model S, tödlich verletzt worden. Der aktivierte Autopilot hatte hierbei einen kreuzenden Lastkraftwagen nicht erkannt. Im Anschluss entbrannte eine ganze Reihe an Diskussionen rund um die Thematik autonomer Fahrassistenten.
(Bild: Tesla Model S on Highway 40 / Paul Sableman, flickr.com / BY 2.0)

Der amerikanische Elektrofahrzeuge- und Automatisierungspionier Tesla ist von der amerikanische Verkehrsaufsichtsbehörde NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) entlastet worden. Wie in einer offiziellen Stellungnahme verkündet wurde, sind keine Hinweise gefunden worden, die weiterführende Untersuchungen notwendig erscheinen lassen. Entscheidender Aspekt war zudem der Umstand, dass Teslas autonomer Assistent stets die voller Aufmerksamkeit des Fahrers verlangt.

Bei dem Verkehrsunfall im Mai des vergangenen Jahres, war der Fahrer des Teslas, ein Fahrzeug der Baureihe Model S, tödlich verletzt worden. Der aktivierte Autopilot hatte hierbei einen kreuzenden Lastkraftwagen nicht erkannt. Im Anschluss entbrannte eine ganze Reihe an Diskussionen rund um die Thematik autonomer Fahrassistenten.

Auch das deutsche Kraftfahrtbundesamt (KBA) schaltete sich ein und kritisierte den amerikanischen Hersteller. Das KBA rügte im Besonderen, dass Tesla seinen Kunden ein trügerisches Gefühl der Sicherheit vermitteln würde. Tesla konterte die teils erheblichen Vorwürfe mit dem Hinweis, dass jeder Fahrer zu jedem Zeitpunkt selbst aktiv in das Verkehrsgeschehen eingreifen können muss.

Dieser Argumentation folgend entschied nun die US-Behörde zugunsten Teslas. Die erste Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Tesla-Gründer Elon Musk lobt auf seinem Twitter-Account ausdrücklich die Entscheidung der Behörden, welche damit einen Rückruf verhindert hätten.

Zeitgleich gab es von der Verkehrsaufsicht die Order, dass Fahrzeughersteller in Zukunft eindeutiger und detaillierter erläutern müssen, wozu Fahrassistenten in der Lage sind und wozu nicht. Auch der US-Senator (Michigan) Gary Peters äußerste sich zu der Entscheidung. Wichtig sei ihm, dass auch weiterhin die uneingeschränkte Möglichkeit für die Einführung von Innovationen bestehen bleibt.

Zeitgleich soll Technologie ohne vollkommene Serienreife vorübergehend zurückgehalten werden, so der Senator der Demokraten weiter. Dass Teslas autonomer Fahrzeugpilot diese Serienreife bisher nicht erfüllen kann, zeigen mehrere Unfälle mit ähnlichem Muster. Ein Tesla-Sprecher hatte die Vorfälle gegenüber dem Wall Street Journal bestätigt, ohne jedoch auf Einzelheiten einzugehen.

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