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US Air Force entwickelt biegbaren Arduino

| Redakteur: Julia Schmidt

Ein Forscherteam der US Air Force hat in Zusammenarbeit mit NextFlex, dem amerikanischen Flexible Hybrid Electronics Institute, ein biegsames Arduino-Board mit Hilfe eines speziellen Herstellungsverfahrens für Hybridelektronik entwickelt. Bei dem vorgestellten Prototypen wurde die herkömmliche Leiterplatte durch eine dünne, flexible Kunststofffolie ersetzt.

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Die US Air Force setzt auf Arduino: Durch das Wissen der Open-Source-Gemeinschaft wird die Entwicklung neuer innovativer Konzepte und Technologien beschleunigt, von denen am Ende auch die Air Force stark profitieren kann.
Die US Air Force setzt auf Arduino: Durch das Wissen der Open-Source-Gemeinschaft wird die Entwicklung neuer innovativer Konzepte und Technologien beschleunigt, von denen am Ende auch die Air Force stark profitieren kann.
(Bild: NextFlex )

Die benötigten Bausteine des Mikrocontroller wurde mit einem besonderen digitalen Druckverfahren für Schaltelemente auf die Folie aufgebracht, das von NextFlex entwickelt wurde. Durch das neue Verfahren konnte man die nötigen Arbeitsschritte um 60 Prozent reduzieren. Das fertige Produkt ist im Vergleich zu den bislang verwendeten Platinen zudem extrem leicht, bei vollem Funktionsumfang.

Der Formfaktor von elektronischen Geräten wird oft durch die Mikrocontroller begrenzt, die zerbrechlich und starr im Design sind. Biegsame Mikrocontroller dagegen wären ideal für neue Geräte wie Wearables, die flexibel oder gebogen im Design sein sollen, wie Smartwatches. Das Herstellungsverfahren eignet sich aber auch sehr gut für Bauteile, die an einem schwer zugänglichen Ort eingesetzt werden müssen, wie zum Beispiel Sensoren in Kraftstofftanks.

„Diese Technologie kann es uns ermöglichen, die strukturelle Integrität von Flugzeugen durch in den Tragflächen eingebettete Sensoren zu überwachen oder die Echtzeitleistung und den Gesundheitszustand des Piloten durch flexible Sensor-Patches zu protokollieren.“, so Leever.

Für die Forscher ist die quelloffene Plattform des Arduino ein großes Plus. Das Wissen der Open-Source-Gemeinschaft beschleunigt die Entwicklung neuer innovativer Konzepte und Technologien, von denen am Ende auch die Air Force stark profitieren kann.

Lever ist überzeugt, dass eine solche Technologie, die auf einer Open-Source-Plattform wie Arduino aufsetzt, die Reichweite von Flexible Hybrid Electronics weiter vergrößern wird. Denn sie bietet jedem, von industriellen Produktentwicklern bis hin zu Schülern, die Möglichkeit, neue Elektronikkonzepte zu entwickeln. Wenn sich das Verfahren auch zur Serienfertigung eignet, sind den Ideen der Produktdesigner kaum mehr Grenzen gesetzt.

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