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ACV-Studie Urbane Mobilität: Das eigene Auto bleibt beliebt

| Redakteur: Benjamin Kirchbeck

In Zeiten überfrachteter Innenstädte, schärferen CO²-Grenzwerten und dem Wandel hin zur grünen Shared Mobility, zeigt die Studie vom Automobil-Club Verkehr (ACV), dass längst nicht alle den Weg der neuen Mobilität mitgehen wollen: Auf das eigene Auto will man weiterhin nicht verzichten und Tempolimits werden wie die blaue Umwelt-Plakette abgelehnt.

Trotz roter Ampeln und erheblicher Verkehrsbehinderungen bedeutet Autofahren auch in der Stadt insbesondere Flexibilität (49 Prozent). Bei der Personengruppe ab 55 Jahren und älter verbindet über die Hälfte (52 Prozent) mit Autofahren in der Stadt vor allem flexibel zu sein.
Trotz roter Ampeln und erheblicher Verkehrsbehinderungen bedeutet Autofahren auch in der Stadt insbesondere Flexibilität (49 Prozent). Bei der Personengruppe ab 55 Jahren und älter verbindet über die Hälfte (52 Prozent) mit Autofahren in der Stadt vor allem flexibel zu sein.
(Bild: Robert Bosch GmbH)

Autofahren in der Innenstadt bedeutet für 46 Prozent der deutschen Autofahrer Stress. Trotzdem verliert das Auto in einer Zeit, in der die Infrastruktur in Innenstädten an ihre Kapazitätsgrenze stößt, nicht an Popularität.

Immerhin rund ein Viertel (23 Prozent) der Befragten im Stadtverkehr unter keinen Umständen auf ihr Auto verzichten. Im Hinblick auf eine bessere Luftqualität und Abgasemission in Städten stimmen immerhin 32 Prozent gegen die Einführung der blauen Plakette.

Der Anspruch an Flexibilität dominiert

Stau hin oder her, das Auto spielt auch im Stadtverkehr immer noch eine große Rolle. Bessere ÖPNV-Anbindungen an das Umland würden 41 Prozent zwar dazu bewegen, das Auto im Stadtverkehr stehen zu lassen.

Bei den 18-24-Jährigen sind es sogar über die Hälfte (54 Prozent), aber knapp ein Viertel der Deutschen (23 Prozent) würde im innerstädtischen Verkehr unter keinen Umständen auf ihr Auto verzichten. Zwischen Männern (22 Prozent) und Frauen (23 Prozent) gibt es dabei keinen Unterschied.

Ein Beweggrund auf die innerstädtische Nutzung des Autos zu verzichten, wären für 17 Prozent der Deutschen deutlich höhere Spritpreise. Jüngere Menschen bis 34 Jahren würden die Spritpreise eher von innerstädtischer Autonutzung abhalten als ältere.

Sichere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder würden 16 Prozent dazu bewegen, auf das Auto in der Stadt zu verzichten, unter der Voraussetzung einer besseren Verfügbarkeit von Carsharing-Fahrzeugen würden lediglich neun Prozent auf die innerstädtische Nutzung des Autos verzichten. Ab 45 Jahren nimmt die Bereitschaft ab, auf das Auto in der Stadt zu verzichten.

Trotz roter Ampeln und erheblicher Verkehrsbehinderungen bedeutet Autofahren auch in der Stadt insbesondere Flexibilität (49 Prozent). Bei der Personengruppe ab 55 Jahren und älter verbindet über die Hälfte (52 Prozent) mit Autofahren in der Stadt vor allem flexibel zu sein.

Den Komfort, den der Wagen mit sich bringt, schätzen immerhin 27 Prozent. Nach wie vor ereignen sich die meisten Unfälle mit Personenschaden innerhalb von Ortschaften, die Sicherheit die das Auto alleine durch seine Karosserie mitbringt, belegt mit 16 Prozent Platz vier.

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