Hardware in the Loop

Unterstützt mehrere Processing Units

| Redakteur: Thomas Kuther

Gemeinsam stark: Mit der MP-Erweiterung lassen sich mehrere Scalexio-Multi-Core-Processing-Units zu einer leistungsstarken Simulationsplattform für Echtzeitberechnungen verbinden.
Gemeinsam stark: Mit der MP-Erweiterung lassen sich mehrere Scalexio-Multi-Core-Processing-Units zu einer leistungsstarken Simulationsplattform für Echtzeitberechnungen verbinden. (Bild: dSpace)

Die Hardware-in-the-Loop-Technologie Scalexio von dSPACE ist dank einer neuen Erweiterung für Multiprozessor-Simulationsplattformen (MP) noch leistungsstärker geworden.

Mit der MP-Erweiterung lassen sich mehrere Scalexio-Multi-Core-Processing-Units zu einer leistungsstarken Simulationsplattform für Echtzeitberechnungen verbinden. So lassen sich eingebettete Systeme entwickeln, die rechenintensive Simulationsmodelle mit hoher Genauigkeit erfordern, um die Absicherungs- und Verifikationsaufgaben auszuführen, die die stetig steigende Komplexität der Fahrzeugsysteme mit sich bringt.

Anwender können Plattformen für die Integrationstests auf System- oder Fahrzeugebene erstellen, indem bestehende Scalexio-Systeme für Unit-Tests kombiniert werden. So lässt sich die verfügbare Infrastruktur bei reduzierten Entwicklungskosten bestmöglich nutzen.

Als Investitionsschutz und um für die neueste Prozessortechnologie erweiterbar zu bleiben, können die Scalexio Processing Units mit HIL-Systemen von dSpace verbunden werden, die auf den Processor Boards DS1005, DS1006 oder DS1007 basieren.

Unterstützung mehrerer Processing Units

Das zentrale Element jedes Scalexio-Systems ist die Scalexio Processing Unit zur Berechnung von Simulationsmodellen. Scalexio-Systeme können durch zwischengeschaltete Processing Units über Iocnet, der Netzwerktechnologie von dSPACE, verbunden werden. Iocnet ermöglicht den Austausch sehr großer Datenmengen bei gleichzeitig geringen I/O-Latenzen. Zudem vereinfacht Iocnet verteilte I/O-Verbindungen über lange Distanzen. Iocnet ist ein hocheffizientes, kostengünstiges Protokoll für die Inter-Prozessorkommunikation, das speziell für die Anforderungen verteilter Echtzeitsimulationsplattformen entwickelt wurde.

Konfiguriert wird das Simulationsmodell, das über die Multi-Core-Multi-Prozessor-Plattform berechnet wird, mit dSPACE ConfigurationDesk. Hiermit werden die einzelnen Simulationsmodelle auf die verschiedenen Prozessoren verteilt. Um spezifische Ansichten des Gesamtsimulationsmodells zu erstellen, können verschiedene Filter konfiguriert werden.

Kopplung mit DS100x-basierter Hardware

Iocnet-Technologie kann auch für den Anschluss von Scalexio Processing Units an bestehende HIL-Simulatoren, basierend auf den Processor Boards DS1005, DS1006 und DS1007 eingesetzt werden. So ist es kostengünstig möglich, neue Scalexio-Funktionen zu bestehenden Systemen hinzuzufügen. Datenaustausch und Echtzeitsynchronisierung von Simulationssystemen sind leicht zu konfigurieren.

Zum Beispiel könnte ein angebundenes System von den I/O-Karten des Scalexio-Kommunikationsbusses profitieren, wenn Kommunikationsbusse simuliert werden, die höchste Bandbreite und geringe Latenzen benötigen (z.B. CAN, LIN, FlexRay etc.).

Tests für alle Domänen und Varianten

Mit der Multiprocessing-Option von Scalexio bieten die umfassenden HIL-Lösungen von dSPACE Testmöglichkeiten für Steuergeräte-Software über alle Fahrzeugdomänen und Industrien hinweg. Alle Optionen zur Kopplung von Scalexio und DS100x Processor Boards erlauben Ingenieuren die Erweiterung ihrer bestehenden Testaufbauten, um steigende Projektanforderungen zu erfüllen.

Auf der electronica 2014 finden Sie dSpace in Halle A6, Stand 240.

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