Logistik Unternehmensübergreifende Prozesse optimieren

Redakteur: Jan Vollmuth

Innovative Lösungen für Supply Chain Execution erschließen Optimierungspotenziale in der Logistik und senken Kosten deutlich.

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Innovative Lösungen für Supply Chain Execution erschließen Optimierungspotenziale in der Logistik und senken Kosten deutlich.

Einführung und Betrieb von ERP-Systemen haben die industrielle Praxis in den vergangenen zwei Jahrzehnten kolossal verändert: Wo früher Erfahrungs- und Expertenwissen dafür sorgten, dass Rohstoffe und Zulieferteile rechtzeitig vorhanden waren, optimieren heute ausgeklügelte Algorithmen die innerbetrieblichen Warenflüsse. ERP-Systeme sind weitgehend funktional ausgereift.

Anders bei unternehmensübergreifenden Prozessen: Die Effizienz der unternehmensübergreifenden Vernetzung aller Partner der Wertschöpfungskette bietet noch deutliches Optimierungspotenzial. Entsprechende Bemühungen waren bislang wenig erfolgreich. Ein Grund dafür ist das Ziel, die diversen IT-Systeme in der Supply Chain unter allen Umständen zu harmonisieren – dieser Ansatz hat sich als zu komplex erwiesen.

Globale Wertschöpfungsketten erfordern flexible Vernetzung alle Partner

Der Druck zum Handeln wächst: Globale Wertschöpfungsketten fordern eine pragmatische, kostengünstige und flexible Vernetzung aller Partner. Hier liegt ein Schwerpunkt der nächsten Effizienzwelle in Unternehmen. Dabei steht die unternehmensübergreifende Optimierung und Automatisierung von Logistikprozessen im Mittelpunkt. Die unter dem Begriff Supply Chain Execution (SCE) zusammengefassten Aufgaben machen einen Großteil der Logistikkosten aus, die sich in Deutschland auf rund 150 Mrd. € pro Jahr belaufen. Hier spart übergeordnete Planung und Steuerung der Kernprozesse deutlich Kosten.

Inzwischen gelten internetbasierende IT-Lösungen als wirkungsvollste Medien für eine integrierte Vernetzung von Transport-, Frachtkosten-, Beschaffungs und Lademittelmanagement unter Einbeziehung aller Partner der Supply Chain. Mit solchen Lösungen können etwa auch im Bereich der Zulaufsteuerung (Pickup-Prozess gemäß VDA-Empfehlung 5004) im Rahmen einer übergeordneten Planung und Steuerung Kosten gespart werden. Außerdem ist eine effiziente Transportüberwachung mit integrierter Sendungsverfolgung durch Verbindung der RFID-Technik mit intelligenten Ortungssystemen via GSM (Global System for Mobile Communication) möglich.

Vorreiter sind Unternehmen in der Autoindustrie

Wie in anderen Gebieten der Automation übernehmen Unternehmen der Automobilindustrie im Bereich SCE eine Vorreiterrolle: Durch die enge Verzahnung von Lieferanten, Werken und Logistikdienstleistern lassen sich interaktive Automationsstrukturen etablieren.

Das Zusammenwachsen der einzelnen Partner ist mehr als eine technische Herausforderung: Die einfolgreiche unternehmensübergreifende Integration von Logistikprozessen erfordert ein hohes Maß an Vertrauen zwischen den Supply-Chain-Partnern und eine durchsetzungsfähige, treibenden Kraft.

Der Automobilbau z.B. ist seit langem von einer vielstufigen, komplexen Wertschöpfungskette geprägt: Die Systemlieferanten und Dienstleistungspartner arbeiten eng aufeinander abgestimmt, während sich die Automobilhersteller auf ihre Kernaufgabe konzentrieren. Die Verantwortung für die Transportprozesse liegt vielfach bei den Zulieferern, die nach ganzheitlichen Lösungen suchen, um die Expertise-basierende Planung und Steuerung der unternehmensübergreifenden Materialflüsse zu ersetzen.

Softwareeinführung reduzierte Transportkosten um 12%

Solche Lösungen müssen bei Optimierungsläufen komplexe Kausalitäten berücksichtigen, z.B. dass größere Bestellmengen zwar die Transportkosten reduzieren, aber die Bestandskosten erhöhen. Die ganzheitliche Betrachtungsweise erstreckt sich auf alle Bereiche der SCE, also das Transport-, Beschaffungs-, Frachtkosten- und Lademittelmanagement. Erste Unternehmen planen mithilfe internetbasierender IT-Lösungen unternehmensübergreifende Logistikprozesse über alle Aufgabengebiete der SCE zu planen und sie unter Berücksichtigung aller Informationen der Supply-Chain-Partner zu optimieren. So hat z.B. ein global agierender Automobilhersteller sein Transportmanagement durch umfassende Einführung der SCE-Standard-Software logistics-server von inet-logistics reorganisiert. Durch Reorganisation und Softwareeinführung konnten die Transportkosten um 12% gesenkt werden. Diese Einsparung wurde im Wesentlichen durch optimierte Laderaumkapazitäten, eine verbesserte Routenplanung und gesicherte Versorgung mit Behältern und Zulieferteilen sowie einer höheren Transparenz für alle Beteiligten sichergestellt. Das Einführungsprojekt hat sich in weniger als zehn Monaten amortisiert.

inet-logistics, Tel. +43(0)5574 8060

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