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Unternehmen wollen 2021 kräftig in den 3D-Druck investieren

| Redakteur: Stefan Guggenberger

Trotz der anhaltenden Corona-Krise wollen viele Unternehmen weiterhin in den Ausbau und die Entwicklung des 3D-Drucks investieren. Zu diesem Schluss kam eine umfangreiche Marktstudie von Makerbot.

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Trotz der aktuellen Krise wollen viele Unternehmen weiterhin in 3D-Technologien investieren.
Trotz der aktuellen Krise wollen viele Unternehmen weiterhin in 3D-Technologien investieren.
(Bild: gemeinfrei // Serpstat von Pexels)

Die Corona-Krise und deren Auswirkungen bremsen die Weltwirtschaft weiterhin und werden sich auch noch im Jahr 2021 zeigen. Vor allem wichtige Industrien wie der Automobilsektor oder der Maschinenbau sind stark betroffen. Doch trotz der aktuell schwierigen Lage wollen viele Unternehmen weiterhin in den Ausbau und die Entwicklung des 3D-Drucks investieren. Laut der aktuellen Umfrage von Makerbot wollen 2021 etwa 74 % der Befragten Investitionen in 3D-Technologie tätigen. Etwa 50 % der Befragten gaben außerdem an, im kommenden Jahr mehr als 100.000 US-Dollar in die additive Fertigung zu investieren.

Zur Umfrage:

Die Studie wurde vom 3D-Druckerhersteller Makerbot durchgeführt. Makerbot ist eine Tochtergesellschaft von Stratasys Ltd., einem der größten Anbieter für professionelle 3D-Polymerdrucker. An der Umfrage nahmen 1.200 Fachkräfte aus 20 Branchen, z. B. Luft- und Raumfahrt, Industriegüter, Militär, Medizin sowie Automobil teil. Die Umfrageteilnehmer waren in Nordamerika (50 %), Europa (20 %), Asien (13 %), Ozeanien (6 %), Lateinamerika (4 %), Südamerika (4 %), Afrika (2 %) sowie im Nahen Osten (1 %) ansässig.

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Vertrauen in 3D-Druck trotz der Krise

„In den letzten zwölf Monaten hatten Unternehmen mit einigen Herausforderungen zu kämpfen. Unter solchen Bedingungen wäre es nicht ungewöhnlich, die Kapitalaufwendungen bis auf die allerwichtigsten Investitionen zurückzufahren. Im Bereich des 3D-Drucks ist das aber ganz klar nicht der Fall“, sagt Nadav Goshen, der CEO von MakerBot. Obwohl die Corona-Pandemie bei knapp 70 % der Befragten die Geschäftsprozesse beeinträchtigte, gaben 56 % an, dass sich die Pandemie nicht auf ihre Pläne für Investitionen in 3D-Druck ausgewirkt hat. Insgesamt wollen nächstes Jahr noch knapp 74 % der befragten Unternehmen in 3D-Technologien investieren.

Diese aktuellen Zahlen verdeutlichen, dass 3D-Druck mittlerweile Wurzeln in der industriellen Fertigung geschlagen und auch in der Krise nicht an Vertrauen verloren hat. Diese Entwicklung ist nicht verwunderlich: Im Frühjahr 2020 zeigt der 3D-Druck bei der schnellen Herstellung von dringend benötigtem medizinischem Equipment sein Potenzial. In Zukunft wollen wohl mehr Unternehmen ihre Lieferketten mittels additiver Fertigung absichern und die Rentabilität des Geschäftsbetriebs verbessern.

Weitere interessante Ergebnisse des Makerbot-Berichts zu 3D-Druck-Trends:

  • Individualisierung steht beim 3D-Druck im Vordergrund: Die Befragten wünschen sich die Möglichkeit, individuelle Produktionsteile in kleinen bis mittleren Auflagen anzufertigen (68 %) und komplexe Geometrien zu drucken (57 %).
  • Forschung und Konstruktion sind verbreiteter als additive Fertigung: Konzeptmodellierung (70 %), Funktionsprototypen (66 %) sowie Forschung und Entwicklung (44 %) waren die wichtigsten Einsatzzwecke bei den Umfrageteilnehmern.
  • Käufer achten bei 3D-Drucker vor allem auf Druckqualität und Druckerleistung: Die Befragten gaben an, bei der Druckerauswahl vor allen auf Maßhaltigkeit (61 %) und Zuverlässigkeit (65 %) zu achten.
  • FDM-3D-Drucker und Kunststoffe sind an der Spitze: Unter den verschiedenen 3D-Druck-Technologien kommt FDM nach wie vor am häufigsten zum Einsatz. Die meisten Umfrageteilnehmer (77 %) nutzen FDM/FFF-3D-Drucker, 27 % setzen das SLA-Verfahren ein. Wenig überraschend waren Kunststoffe (93 %) und Harze (25 %) die am häufigsten verwendeten Materialien.
  • Fehlendes Know-how und Kosten sind die größten Hürden des 3D-Drucks: 53 % der Befragten gaben an, durch Budgeteinschränkungen von einer kompletten Nutzung des 3D-Drucks abgehalten zu werden; bei 29 % ist mangelndes technisches Know-how der Grund dafür.
  • Die Befragten prognostizieren positive Entwicklungen im 3D-Druck: 61 % der Umfrageteilnehmer erwarten, dass weitere Materialien auf den Markt kommen; 58 % gehen von sinkenden Kosten der Technologie aus.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf unserem Partnerportal Mission-Additive.de.

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