Infineon Technologies Unternehmen bildet Rückstellungen für insolvente Tochter Qimonda

Redakteur: Jan Vollmuth

Infineon rechnet aufgrund des Insolvenzantrags von Qimonda mit Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem Qimonda-Geschäft. Derzeit hält Infineon 77,5 Prozent der Aktien der Qimonda AG.

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Bedauert, dass die Anstrengungen der letzten Wochen und Monate zur Rettung Qimondas vergebens waren: Peter Bauer, Infineon Technologies
Bedauert, dass die Anstrengungen der letzten Wochen und Monate zur Rettung Qimondas vergebens waren: Peter Bauer, Infineon Technologies
( Archiv: Vogel Business Media )

„Alle Beteiligten hatten bis zuletzt dafür gekämpft, Qimonda zu retten. Wir bedauern sehr, dass diese Anstrengungen ohne den gewünschten Erfolg geblieben sind und nunmehr den Mitarbeitern bei Qimonda eine ungewisse Zukunft bevorsteht“, sagt Peter Bauer, Sprecher des Vorstands von Infineon Technologies.

Aufgrund des Insolvenzantrags von Qimonda könnte Infineon bestimmten erheblichen Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem Qimonda-Geschäft ausgesetzt sein. Dies schließt laufende kartell- und wertpapierrechtliche Verfahren sowie die eventuelle Rückzahlung öffentlicher Fördermittel und mitarbeiterbezogene Eventualverbindlichkeiten ein. Infineon geht davon aus, dass der wesentliche Teil dieser eventuellen Verbindlichkeiten zu Zahlungen in Zeiträumen nach dem Geschäftsjahr 2009 führen könnte.

Das Unternehmen beabsichtigt, die Rückstellungen für laufende kartell- und wertpapierrechtliche Verfahren in seinem Quartalsabschluss für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2009 zu erhöhen, und geht davon aus, dass es weitere Rückstellungen im Zusammenhang mit aus heutiger Sicht wahrscheinlichen und schätzbaren Eventualverbindlichkeiten des Qimonda-Geschäfts bilden wird. Die Gesamthöhe aller derartigen Rückstellungen schätzen Infineon auf einen niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag.

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