Interview mit Dr. Friedrich Nolting, Aegis Software „Unsere Kunden profitieren von Verbesserungen aus 10 Jahren“

Redakteur: Franz Graser

Bei deutschen Elektronikfertigern sind selbst entwickelte Manufacturing-Execution-Systeme (MES) noch immer weit verbreitet. Dr. Friedrich Nolting, Sales Manager für Nordeuropa beim Lösungsspezialisten Aegis Software, plädiert dagegen für einen standardisierten Ansatz.

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Dr. Friedrich Nolting, Sales Manager North Europe beim MES-Spezialisten Aegis. Aus seiner Sicht bietet die Standardlösung FactoryLogix 8.2 den Fertigern Vorteile gegenüber selbstentwickelten Softwarepaketen hinsichtlich Kosten und Funktionsumfang.
Dr. Friedrich Nolting, Sales Manager North Europe beim MES-Spezialisten Aegis. Aus seiner Sicht bietet die Standardlösung FactoryLogix 8.2 den Fertigern Vorteile gegenüber selbstentwickelten Softwarepaketen hinsichtlich Kosten und Funktionsumfang.
(Bild: Aegis)

Herr Dr. Nolting, was waren für Sie die wichtigsten Neuerungen im Jahr 2014?

Bei den Messen in den USA, China und Deutschland haben wir die Version 8.2 von FactoryLogix vorgestellt sowie In-Stock. Dies erweitert die Möglichkeiten für den Anwender, eigene Datenausgaben und Reports zu kreieren, eine der Kernfunktionen der Aegis-Lösung. Zahlreiche neue Darstellungsformen und Elemente, sogenannte Widgets zur Einbindung in die Benutzeroberfläche als wesentliche Erweiterung zu der bestehenden Reporting und Analyse Oberfläche wurden ergänzt.

Wie profitieren die Anwender von diesen Neuerungen?

Das neue Release ermöglicht es unseren Kunden, das “Fabrik-Whiteboard” komplett zu digitalisieren und zu automatisieren, wodurch die traditionellen Berichte in Papierform zu Verfügbarkeit, Qualität und Leistung ersetzt werden. Es können jetzt beliebige Auswertungen erstellt werden ohne IT Kenntnisse und ohne dass Aegis oder ein anderer Programmierer mit eingebunden werden muss. Wie immer reicht das Aegis System allein aus, um den Kunden die Erstellung seiner Auswertungen aus allen Daten zu ermöglichen, damit er die gestiegenen Anforderungen im Wettbewerb erfüllen kann.

Welches Feedback haben Sie von den Kunden zu In-Stock erhalten?

Die Integration der Materialverwaltung mit unserer neuen Modulkomponente In-Stock stieß bei allen Veranstaltungen und den Teilnehmern auf sehr großes Interesse. Mit In-Stock versetzen wir den Produktionsbetrieb endlich in die Lage, vom Wareneingang bis zum Versand einen lückenlosen Überblick über seine Bestände, Verbräuche und Materialbedarfe zu erhalten. Dabei werden das Ein- und Auslagern sowie die Materialkommissionierung mit modernen drahtlosen Terminals unterstützt. Das Modul erfasst auch Materialmehrverbräuche und Ausschuss. Weitere Funktionen umfassen die Überwachung von feuchteempfindlichen Bauteilen, die Handhabung von LEDs und die Berücksichtigung von Sperrlagern für Reservematerial.

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