Elektronikgehäuse-System

Universelle Anschlusstechnik bereits integriert

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Gehäusematerial aus dem Kunststoff ABS

Gehäuse, die der Aufnahme bestückter Leiterplatten dienen, bestehen aus ganz unterschiedlichen Materialien. Dabei muss die Entscheidung für den geeigneten Werkstoff stets in Abhängigkeit von den Applikationsbedingungen erfolgen.

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Auch spielt es eine Rolle, ob das Gerät einer hohen mechanischen Beanspruchung und widrigen Umweltbedingungen ausgesetzt wird – etwa beim Einsatz im freien Feld. Oder ob es ausschließlich im umgebenden Schaltschrank eingesetzt wird, wo die Anforderungen an die Abführung der Verlustwärme berücksichtigt werden müssen.

So bestehen Gehäuse für den Einbau in Schaltschränken, Schaltkästen und Unterverteilungen vorzugsweise aus einem elektrisch isolationsfesten Kunststoffmaterial. Aber auch Kunststoffe weisen unterschiedliche Eigenschaften auf, die die Gehäuse für den Einsatz in bestimmten Anwendungsbereichen prädestinieren – oder ausschließen.

Die Gehäuse der Baureihe EH bestehen aus ABS – Acrylnitril-Butadien-Styrol. Dieses Material besitzt eine hohe mechanische Festigkeit sowie gute Schlag- und Kerbschlageigenschaften. ABS besitzt zudem nicht nur eine hohe Oberflächengüte, das Material kann in einem Temperaturbereich von –40°C bis 80°C problemlos eingesetzt werden. Außerdem ist ABS kostengünstig – und deshalb als Werkstoff für Gehäuse im preissensitiven Bereich interessant.

Elektronik-Leergehäuse, die für die Gerätemontage im Schaltschrank, im Schaltkasten oder in der Unterverteilung entwickelt werden, sind üblicherweise für die Schutzart IP20 ausgeführt - und bieten somit Schutz gegen die Berührung elektrisch leitender Komponenten mit den Fingern.

Die Schutzart des Gesamtsystems wird allerdings auch immer durch die Schutzart der Leiterplatten-Anschlusstechnik mitbestimmt, die mindestens der Schutzart des Gehäusesystems entsprechen sollte. Mit der Schutzart IP20 erfüllt die EH-Serie hier alle Anforderungen.

Unkomplizierter Einbau der Leiterplatten

Neben der Anforderung, die Elektronik im Umfeld der Applikation durch eine geeignete „Verpackung“ zu schützen, muss ein Gehäusesystem den schnellen und unkomplizierten Einbau der Leiterplatte ermöglichen. Daher werden marktgängige Gehäusesysteme in einer kaum überschaubaren Varianz an Bauformen angeboten.

Für eine schnelle und kostengünstige Leiterplatten-Montage sind Gehäuse in Becherbauform besonders geeignet – dabei ist die Leiterplatte auch im eingebauten Zustand im Gehäuse von der Frontseite aus im Schaltschrank zugänglich. So wurde auch für die Gehäuseserie EH diese Bauform gewählt: die bestückte Leiterplatte wird einfach in das Gehäuse eingeschoben und gegen ungewolltes Lösen verrastet.

Die im Gehäuse integrierten Leiterplatten-Führungsnuten erlauben eine komfortable Bestückung in alle drei Raumrichtungen (Bild 2). Durch die Kombination sogenannter Haupt- und Tochter-Leiterplatten können Funktionen gebündelt oder Anzeige- und Bedienelemente bequem im Gehäusedeckel positioniert werden. Die Verrastung der Gehäuseteile erfolgt werkzeuglos ohne zusätzlichen Montageaufwand.

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