Nie wieder tanken

Unendliche Reichweiten für Elektrofahrzeuge

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Schnurloses Laden dank Induktion

Auch zum Laden von Batterien gibt es neue Ideen. Ein Beispiel ist die Stromversorgung via Induktion, wie sie bei Transportwagen in der Industrie bereits üblich ist. Diese Induktionstechnik wird jetzt für den Straßenverkehr weiter entwickelt: Am Boden liegt eine Induktionsspule, die eine zweite Spule im Fahrzeug elektromagnetisch antreibt und so die Batterie an den Haltepunkten immer wieder auflädt. Dieses kabellose Laden ermöglicht auch für Elektroautos große Reichweiten und das trotz kleiner, leichter und kostengünstiger Batterien. Beim Stopp an der Ampel oder beim Halten auf dem Parkplatz könnten im Boden liegende Induktionsspulen mit der Batterie kommunizieren und diese immer wieder mit Strom versorgen.

Induktives Laden wird künftig eine große Rolle spielen

„Induktives Laden sollte es überall in Kommunen geben, vor allem auf öffentlichen Parkplätzen und Flughäfen“, betont Wolfgang Sczygiol, Geschäftsführer der Management BROSE-SEW-Elektromobilitäts GmbH. „Das sollte aber auch zukünftig eine große Rolle spielen für den innerstädtischen Verkehr, beispielweise bei Taxen, die sehr lange Standzeiten haben, wo automatisch dann wieder Fahrzeuge aufgeladen werden oder aber auch für Themenstellungen wie kleine Fahrzeugflotten von der DHL, Post und ähnliches.“

Akkutausch ermöglicht unendliche Reichweiten

Für weite Reisen werden in verschiedenen Forschungsvorhaben neue Tankstellen entwickelt. Schneller als jeder Benzinhahn fließen kann, wird an Wechselstationen wie beim Pilotprojekt Next Energy in Oldenburg binnen Sekunden die gesamte Batterie ausgetauscht. So wären unbegrenzte Reichweiten mit Elektroautos kein Problem mehr.

VDMA-Arbeitsgruppe will Standardbatterie für Fahrzeuge

„Sich auf eine Standardbatterie für alle Fahrzeuge zu einigen, dürfte natürlich sehr schwierig werden“, erklärt Bernhard Hagemann, Referent Fachverband Antriebstechnik beim VDMA. „Deshalb denken wir vom VDMA in einer Arbeitsgruppe an ein modulares Batteriesystem, das derart aufgebaut ist, dass die Batterie aus verschiedenen gleichartigen Modulen zusammengesetzt wird.“

Akkumodule als Speicher für überschüssige Sonnen- und Windenergie

Bei Windkraftanlagen und auch bei Solarzellen entsteht oft überschüssige Energie, die gespeichert werden muss. Dafür stünde dann ein ganzer Stapel Batterien bereit, der nach und nach aufgeladen wird. Dieser Stapel besteht aus lauter gleichgroßen Modulen, dem Herzstück des neuen Systems. Diese Einheitsgröße erlaubt die Fertigung in hoher Stückzahl und damit zu einem deutlich geringeren Preis. Je nach Anforderung werden die Module dann zusammengesteckt und liefern die benötigte Energie. Haben bisher alle Fahrzeuge andere Batteriegrößen, könnten die neuen Module so kombiniert werden, dass nahezu jede Leistungsanforderung bedient werden kann; vom Roller bis zum Überseedampfer.

VDMA und Autobauer ziehen am gleichen Strang

„Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau gilt weltweit als technologisch führend, ist innovationsstark und er hat ein extrem enges Miteinander mit der Automotivindustrie, die auch weltweit innovativ führend ist“, so Hartmut Rauen, Mitglied der Hauptgeschäftsführung VDMA. „Deshalb können beide gemeinsam diese Aufgabe der Elektromobilität erfolgreich angehen.“

Neben Elektroautos und Gabelstablern gibt es weitere Elektrofahrzeuge

Die Zukunft der Mobilität ist elektrisch. Bei der Entwicklung dieser Technik sind es vor allem Gabelstapler und weitere Elektrofahrzeuge, die als erstes neue Wege gehen. Doch weitere Anwendungen könnten schnell folgen, wie etwa beim Elektrokart, das seine benzinbetriebene Konkurrenz schon jetzt alt aussehen lässt.

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