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FBDi-Statistik 2. Quartal 2012

Redakteur: Margit Kuther

Der deutsche Bauelemente-Distributionsmarkt fällt im 2. Quartal 2012 um 15,4% auf das Niveau von 2010 zurück. 2012 ist ein Jahr zum Durchatmen und Hoffnung schöpfen.

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Georg Steinberger: „Die Distribution liegt auf dem Niveau von 2010, also dem Rekordjahr vor dem absoluten Ausnahmejahr 2011.“
Georg Steinberger: „Die Distribution liegt auf dem Niveau von 2010, also dem Rekordjahr vor dem absoluten Ausnahmejahr 2011.“
(Bild: Avnet)

Das hohe Niveau des Rekordjahres 2011 erweist sich für die deutsche Bauelemente-Distribution im Jahr 2012 als ungeeigneter Maßstab, so das Ergebnis des Geschäftsklimaindex des FBDi (Fachverband der Bauelemente Distribution). Dieser umfasst Auftragsbestand und -eingang, Umsatz und Ergebnis und wird jedes Quartal anonym erhoben.

Wie schon im ersten Quartal gingen auch im zweiten Vierteljahr die Umsätze und Auftragseingänge, um 15,4% bzw. 14% zurück. Die Book-to-Bill-Rate (Verhältnis Auftragseingang zu Umsatz) lag bei 0,97 und verharrte damit weiter unter der magischen Marke von 1, die eine klare Trendwende bedeuten würde.

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Die Aufträge reduzierten sich um 17%

FBDi-Geschäftsklimaindex: Im 2. Quartal reduzierten sich die Umsätze und Auftragseingänge um 14%, die Book-to-Bill-Rate lag bei 0,97, also unter der Marke von 1, die eine klare Trendwende bedeuten würde
FBDi-Geschäftsklimaindex: Im 2. Quartal reduzierten sich die Umsätze und Auftragseingänge um 14%, die Book-to-Bill-Rate lag bei 0,97, also unter der Marke von 1, die eine klare Trendwende bedeuten würde
(Bild: FBDi)
Mit 1,46 Mrd. Euro standen rund 14% weniger Umsatz in den Büchern, die Aufträge sanken um 17% auf 1,37 Mrd. Euro. Der Rückgang liegt durchaus im europäischen Durchschnitt, wobei die Halbleiter deutlich stärker schrumpften als die Passiven oder Elektromechanischen Komponenten. Im Detail gingen die Halbleiterumsätze der im FBDi gemeldeten Distributoren um 21% zurück auf 923 Mio. Euro, die Passiven um 10% auf 205 Mio. Euro und die Elektromechanik ebenfalls um 10% auf 149 Mio. Euro. Die Stromversorgungen dagegen landeten bei 0% und 28 Mio. Euro (im zweiten Quartal sogar +4%).

Die Verteilung der Gewichte änderte sich damit minimal: der Halbleiteranteil am FBDi-Total lag im ersten Halbjahr bei 69%, die Passiven bei 14%, Elektromechanik bei 10%, Displays bei 3% und Stromversorgungen bei 2%. Die Schwankungsbreite bewegt sich im üblichen konjunkturellen Rahmen.

Zum Jammern besteht kein Grund

FBDi-Vorstandsvorsitzender Georg Steinberger (Avnet): „Nach sechs Monaten bewegen wir uns auf dem Niveau von 2010, was das Rekordjahr der Distribution vor dem absoluten Ausnahmejahr 2011 war. Also eigentlich kein Grund zu jammern. Jedoch sind diese 14% nicht leicht aufzuholen.“

„Um mit 2011 gleichzuziehen, müsste das zweite Halbjahr um 17% wachsen, bei der derzeitigen Auftragslage unwahrscheinlich. Sollte nichts Unvorhergesehenes passieren, wird sich das Minus im zweiten Halbjahr reduzieren. Die Distribution könnte so mit einem blauen Auge, sprich einstelligem Minus enden. 2012 ist ein Jahr zum Durchatmen und Hoffnung schöpfen.“

Positive Stimmunslage

FBDi-Geschäftsklimaindex 2Q2012: Das laufende Quartal erhielt eine 2,91, das Winterquartal eine 2,68 und die langfristige Entwicklung mit 2,49 fast ein „gut“
FBDi-Geschäftsklimaindex 2Q2012: Das laufende Quartal erhielt eine 2,91, das Winterquartal eine 2,68 und die langfristige Entwicklung mit 2,49 fast ein „gut“
(Bild: FBDi)
Was die Stimmungslage betrifft, so hat sich diese wieder aufgehellt: Im quartalsweise veröffentlichen FBDi-Geschäftsklimaindex wird (nach Schulnotensystem) die laufende Situation als gut bis zufriedenstellend bewertet. Das laufende Quartal erhielt eine 2,91, das Winterquartal eine 2,68 und die langfristige Entwicklung mit 2,49 fast ein „gut“.

Georg Steinberger: “Optimismus ist in diesen Zeiten wichtig, und deutsche Distributoren sind per Definition Optimisten. Kein Wunder, schließlich betreuen wir hoch innovative Kunden/Unternehmen mit besten Chancen auf dem Weltmarkt, bei sinkendem Euro-Kurs sogar noch mehr.“

„Die Potenziale für den Einsatz von intelligenten Elektroniklösungen wachsen, keine Smart-City der nahen Zukunft funktioniert ohne sie, ohne unsere Kunden und letztlich ohne unseren technischen und logistischen Dienstleistungen.“

Details zum FBDI

Der Fachverband der Bauelemente Distribution mit Sitz in Neufahrn bei Freising repräsentiert seit 2004 einen Großteil der in Deutschland vertretenen Distributionsunternehmen elektronischer Komponenten.

Neben Zahlenmaterial und Statistiken zum deutschen Distributionsmarkt für elektronische Bauelemente bildet das Engagement in Arbeitskreisen und die Stellungnahme zu wichtigen Industriethemen (u.a. Ausbildung, Haftung & Recht, Rückverfolgbarkeit, Umweltthemen) eine Säule der FBDI-Verbandsarbeit.

Zu den aktuellen Schlüsselthemen zählen u.a. RoHS, WEEE und REACH. Der FBDi ist Mitglied im Internationale Distributionsverband IDEA.

Die Mitgliedsunternehmen (Stand Januar 2012)

Acal BFi Germany, Arrow Central Europe, Avnet EM EMEA (EBV, Avnet Abacus, Silica, Avnet Memec), Beck Elektronische Bauelemente, CODICO, Conrad Electronic SE, Ecomal Deutschland, Endrich Bauelemente, Farnell, Future Electronics Deutschland, Hy-Line Holding, JIT electronic, Kruse Electronic Components, Memphis Electronic, MEV Elektronik Service, Mouser Electronics, MSC Gleichmann, RS Components, Rutronik Elektronische Bauelemente, Schukat electronic, Distrelec Schuricht, setron, SHC, TTI Europe.

Fördermitglieder: Bourns, EPCOS, FCI Electronics.

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