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Umfrage: Wo das Smart Home Potenzial hat

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Glaubt man einer aktuellen Umfrage, sind Smart-Home-Produkte bereits weit verbreitet. Wo ist noch Entwicklungsbedarf und wie können sich Hersteller gegen ihre Konkurrenz durchsetzen?

Das Thema Sicherheit im Smart Home ist für Anwender wichtig. Bei einer Umfrage gaben 40% der Befragten an, dass die Datensicherheit verbessert werden sollte.
Das Thema Sicherheit im Smart Home ist für Anwender wichtig. Bei einer Umfrage gaben 40% der Befragten an, dass die Datensicherheit verbessert werden sollte.
(Bild: gemeinfrei / Gerd Altmann / Pixabay )

Das Thema Smart Home beschäftigt die Branche immer wieder. Bei den Anwendern steht der Komfort im Vordergrund. Doch auch Sicherheit und Service müssen im Fokus bleiben. Wo ist noch Entwicklungsbedarf und wie können sich Hersteller gegen ihre Konkurrenz durchsetzen? Um diese Frage zu beantworten, hat OnePoll im Auftrag von reichelt elektronik 1000 deutsche Verbraucher befragt.

Smart Home ist bei den deutschen Anwendern beliebt. Bei Preis und Nutzen gibt es für die Hersteller noch Aufholbedarf.
Smart Home ist bei den deutschen Anwendern beliebt. Bei Preis und Nutzen gibt es für die Hersteller noch Aufholbedarf.
(Bild: One Poll)

Smart Home scheint verbreitet und beliebt

Die Umfrage weist darauf hin, dass Smart-Home-Produkte unter den Deutschen bereits relativ weit verbreitet sein könnten – mit 53% besitzt jeder zweite Befragte mindestens ein intelligentes Gerät. Generell lässt sich erkennen, dass die Anwender, wenn sie sich in einer Produktkategorie für einen Kauf entschieden haben, die angeschafften Produkten weitestgehend nützlich finden.

So sind smarte Anwendungen auf den Gebieten der Lichtsteuerung (59%), Sicherheit (46%) und Heizungssteuerung (40%) sowie zum Putzen (42%) beliebt. Hier gaben die Besitzer von smarten Geräten an, dass sie zufrieden sind und das Produkt wieder kaufen würden. Bei smarten Wetterstationen und Raumluftsensoren gehen die Meinungen dagegen auseinander: 40% der Befragten haben noch nie ein Produkt dieser Art besessen, während 29% ein Gerät zum Monitoring der Luftqualität besitzen und für gut befinden.

Gesundheitsprodukte wie Pulsmesser besitzt fast jeder Zweite (44%). Obwohl aktuell viele Verbraucher mehr auf ihre Gesundheit achten und ihre Abwehrkräfte durch einen gesunden Lebensstil steigern möchten, sind diese Geräte noch keine wirkliche Killerapplikation. Über ein Drittel (37%) hat kein solches Gerät und plant bis dato auch keine Anschaffung.

Günstige Produkte und Datensicherheit

Kosten, Usability und Sicherheit spielen für die Deutschen eine große Rolle. Das spiegelt sich in den Antworten wider, warum Befragte noch keine smarten Produkte besitzen. 47% sehen keinen Mehrwert oder haben kein Interesse. Anwender wünschen sich günstigere Produkte (48%) und verbesserte Datensicherheit (40%). Außerdem sollten die smarten Geräte praktischer sein: 39% geben an, dass sie auf eine einfachere Installation sowie Bedienbarkeit hoffen.

Smarte Töpfe und intelligente Betten

Außerdem zeichnet sich ein Potenzial für neue, clevere Produkte ab, die für Verbraucher bislang noch nicht erhältlich sind. So interessieren sich 51% der Deutschen für intelligente Haushaltsgeräte, ganz konkret für Produkte, die sich selbst anhand von Sensoren einstellen, wie Waschmaschinen oder Bügeleisen. Auch Küchengeräte wie smarte Töpfe, Ofen, Mikrowellen oder ähnliche haben Potenzial (48%). Auch ein smartes Bett, das Schlafstunden und -qualität misst, die Temperatur regelt oder sogar eine Massage geben kann, steht auf dem Wunschzettel mancher Befragter.

Knackpunkt Kosten bei Smart Home

Die Studie lässt erkennen, dass clevere Produkte vor allem mit der Absicht angeschafft werden, langfristig Geld zu sparen. Außerdem sollten sie Arbeitsabläufe effizienter gestalten. So geben 39% an, dass sie den Hauptvorteil bei der Nutzung von smarten Produkten in der Energieersparnis sehen.

In puncto Automatisierung finden Anwender von Smart Home diese Aspekte vorteilhaft:

  • Fernsteuerung (38%)
  • Möglichkeit zur Automatisierung von Funktionen, wie „Wenn dies, dann das“ (36%),
  • Timerfunktion (34%) und
  • automatische Benachrichtigung, dass ein Gerät nicht funktioniert und Reparaturen nötig sind (32%).

Zu viel kosten sollten die genannten Funktionen allerdings nicht. Die meisten Befragten (19%) würde zwischen 100 und 250 Euro für ein smartes Produkt ausgeben – dicht gefolgt von 18%, die eine Summe zwischen 250 und 500 Euro veranschlagen würden. Immerhin 15% würde sogar bis zu 1000 Euro für den Kauf eines smarten Geräts einplanen.

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