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Umfrage: Fehlerhaft konfigurierte Testgeräte werden schnell teuer

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

In einer von Keysight Technologies beauftragten Umfrage unter F&E-Ingenieuren stellte sich heraus, dass komplexe Testgeräte die tägliche Arbeit verzögern können. Fehlerhafte Einstellungen können schnell zu Ausfallzeiten führen.

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Forscher und Entwickler müssen sich auf funktionierende Hard- und Software verlassen können. Fehlerhaft konfigurierte Testgeräte können schnell teuer für das Unternehmen werden.
Forscher und Entwickler müssen sich auf funktionierende Hard- und Software verlassen können. Fehlerhaft konfigurierte Testgeräte können schnell teuer für das Unternehmen werden.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Obwohl die Hersteller immer leistungsfähigere Mess- und Testgeräte auf den Markt bringen, haben Entwickler und Prüfingenieure immer weniger Zeit, sich mit den Funktionen der Geräte ausführlich auseinanderzusetzen. In einer jetzt veröffentlichten Umfrage von 305 F&E-Ingenieuren aus unterschiedlichen Branchen wie dem Technologie- und Telekommunikationssektor hat Dimensional Research zusammen mit Keysight Technologies jetzt die Ergebnisse veröffentlicht. Details zur Umfrage als PDF finden Sie hier.

Damit gaben 97% der befragten Entwicklungsingenieure an, dass es zu Umsatzeinbußen aufgrund vermeidbarer Geräteprobleme kommt. Und mit immerhin 53% der Befragten kommt es zu Verlusten von mehr als 100.000 US-Dollar pro Tag, während die Entwickler auf den technischen Support warteten. Mehr als die Hälfte mit 59% erleben jeden Monat sechs oder mehr Probleme, die vom technischen Support gelöst werden mussten. Um diese Probleme zu reduzieren, gaben 89% der Test-Ingenieure an, dass ihre Testteams mit schnellerem Zugang zu Testexperten und wissensbasierten Ressourcen effizienter arbeiten.

Fünf wichtige Erkenntnisse aus der Umfrage

  • Probleme mit Testgeräten verzögern die Arbeit: 97% der Befragten aus der Umfrage gaben an, dass sie Projektverzögerungen aufgrund von Problemen mit Testgeräten erlebt haben. Gerätefehler, die eine Reparatur erfordern, wurden mit 63% der Befragten am häufigsten genannt, gefolgt von Gerätefehlkonfigurationen (56%) und Geräten, die nicht (mehr) ausreichend kalibriert waren (50%).
  • Hohe Kosten durch Ausfallzeiten: 53% der Befragten gaben an, dass ihre Unternehmen über 100.000 US-Dollar pro Tag verloren haben, wenn F&E-Teams aufgrund von Problemen mit Test- und Messgeräten keine Fortschritte erzielen konnten. 12% gaben an, dass ihr Unternehmen über 500.000 Dollar pro Tag verlieren.
  • Häufige Probleme mit Messgeräten: 95% der Befragten gaben an, dass sie sich in einem typischen Monat mindestens einmal mit dem technischen Support-Team ihres Testgeräteherstellers in Verbindung setzen müssen. Gleichzeitig gaben 59% der Befragten an, dass sie sechs oder mehr technische Probleme pro Monat hatten, wobei 13% der Befragten mehr als 20 Probleme pro Monat angaben.
  • Geräteprobleme wirken sich auf das Unternehmen aus: 53% der Umfrageteilnehmer gaben an, dass die Ausbeute durch nicht ordnungsgemäß funktionierende Testgeräte negativ beeinflusst wurde. 47% sagten, dass ein Produkt von einem Käufer abgelehnt wurde, und 45% sagten, dass sie eine höhere Produktrückgabe erlebt hätten. 28% erlebten Produktrückrufe. Das beeinträchtigt die Qualität und den Ruf des Unternehmens, von der sie sich nicht so leicht erholen können.
  • Support-Dienstleistungen gefragt: 90% der Befragten gaben an, dass sie den Zugang zu technischem Expertenwissen von außerhalb der Organisation schätzen würden. Unterstützung bei der Fehlerbehebung eines Problems war mit 54% die am meisten gewünschte Dienstleistung, gefolgt von Antworten auf technische Fragen und Diskussionen mit 53%, Verständnis für die Funktionsweise eines bestimmten Tests oder einer Gerätefunktion mit 49% und Kalibrierungsdienstleistungen schließlich mit 46%.

Warum es zu Fehlkonfigurationen kommt

Entwickler für Produktionstest sowie die Mitarbeiter aus Forschung und Entwicklung müssen in ihrem beruflichen Alltag an aktuellen technischen Entwicklungen arbeiten. Hatten sie in der Vergangenheit noch Zeit, sich ausführlich mit den Testgeräten und Teststandards zu beschäftigen, so sieht das heute anders aus. Der zeitliche Druck ist in den letzten Jahren enorm angestiegen.

Das sieht auch Ted Burns von Keysight so, der für KeysightCare verantwortlich ist: „Da die Testmatrizen immer größer werden und die Anwendungsfälle enorm zunehmen, haben Entwickler einfach keine Zeit, die Funktionalität von Testgeräten zu erkunden oder zu untersuchen, wie Testkonfigurationen optimiert werden können und wie komplexe Tests in komplizierten Testumgebungen fehlerfrei durchgeführt werden können. Das Ergebnis ist ein reaktiver Ansatz, der zu teuren Verzögerungen und Umsatzeinbußen führt. So müssen sich die Techniker-Teams auf lange Nächte und unerwünschte Wochenendarbeit als einzige Entlastung ihres Zeitplans verlassen.“

Das Modell „KeysightCare“

Hier unterstützt der Messtechnik-Anbieter Keysight mit KeysgihtCare: Live-Verbindungen zu technischen Experten oder ein Kompetenzzentrum mit technischen Inhalten und Programmierbeispielen sollen die Entwickler dabei unterstützen, wenn sie Fragen und Probleme mit Messgeräten oder Software haben oder sie auf der Suche nach Lösungen sind. Weitere Informationen über das Programm finden Sie hier.

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