Suchen

UMC und Avalanche wollen Flash und SRAM durch MRAM ersetzen

| Redakteur: Michael Eckstein

Die taiwanesische Halbleiterschmiede UMC entwickelt gemeinsam mit Avalanche Technology MRAM-IP. Die resultierenden Makros sollen das Integrieren der modernen Speichertechnik in Chip-Designs zunächst im 28-nm-Prozess ermöglichen.

Firma zum Thema

Schneller Flash-Ersatz: MRAM kommt verstärkt als Unified-Memory-Lösung in Mikrocontrollern für den Automotive-Bereich zum Einsatz.
Schneller Flash-Ersatz: MRAM kommt verstärkt als Unified-Memory-Lösung in Mikrocontrollern für den Automotive-Bereich zum Einsatz.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Nichtflüchtiger magnetoresistiver wahlfreier Zugriffsspeicher, kurz MRAM, gilt als aussichtsreicher Kandidat dafür, bisherige Flash- und SRAM-Speicher in Embedded Unified-Memory-Architekturen auf Mikrocontrollern und System-on-a-Chip-(SoC)-Bausteinen auf breiter Front zu ersetzen. Die nun vereinbarte Kooperation von United Microelectronics Corporation, besser bekannt als UMC, STT-(Spin Transfer Torque)-MRAM-Spezialist Avalanche Technology, schlägt in diese Kerbe.

Die Partner wollen gemeinsam IP für Embedded MRAM entwickeln und entsprechende Chips produzieren. UMC wird die Technologie später auch anderen Unternehmen als nach eigenen Angaben kosteneffiziente Avalanche-Technology-Lizenzen zur Verfügung stellen.

In Zukunft Skalierung der MRAM-Technologie auf 22 und 14 nm

Im Rahmen der Vereinbarung wird UMC nichtflüchtige Embedded-MRAM-Blöcke liefern, die auf dem hauseigenen 28-nm-CMOS-Herstellungsprozess basieren. Kunden sollen damit MRAM mit „niedriger Latenz, sehr hoher Leistung und geringer Leistungsaufnahme in MCUs und SoCs integrieren können“, sagt Petro Estakhri, CEO und Mitbegründer von Avalanche Technology. Diese könnten beispielsweise in IoT-Endgeräte und Wearables und Produkten für Industrie- und Automobilelektronik zum Einsatz kommen.

Die CMOS-Kompatibilität der Avalanche-Technologie sowie die Skalierbarkeit auf moderne Prozessknoten ermögliche die Integration von Unified Memory (non-volatile sowie SRAM) Blöcken in hochintegrierte MCUs und SoCs. Systemdesigner könnten die gleiche Architektur und das gleiche Software-Ökosystem nutzen, ohne ein Redesign zu pflegen, erklärt der Avalanche-Chef.

NVM-Speicher immer stärker nachgefragt

Embedded-NVM (Non Volatile Memory, nichtflüchtiger Speicher) kommt in den heutigen IC-Designs immer häufiger zum Einsatz. Nach eigenen Angaben verfügt UMC mittlerweile über ein starkes Portfolio an robusten eNVM-Prozesslösungen für wachstumsstarke Branchen wie aufstrebende Verbraucher- und Automobilanwendungen. „Das 28-nm-MRAM ist ein weiterer wichtiger Baustein darin“, sagt G C Hung, Vice President of Advanced Technology Development von UMC. Eine Skalierung auf 22 nm und 14 nm sei möglich.

UMC hatte im Juli eine seit Januar anhängige Patentklage gegen seinen Konkurrenten Micron durchgesetzt. Demnach darf Micron vorläufig viele seiner Speicherprodukte nicht mehr nach China verkaufen. Betroffen von dem Verkaufsverbot sind nach aktuellem Kenntnisstand 26 Micron-Produkte wie Arbeitsspeicher- und Flash-Speicherchips.

(ID:45488946)