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Ubuntu 20.10 auf Raspberry Pi mit vollständigem Linux-Desktop

Redakteur: Sebastian Gerstl

Canonical hat einen Ubuntu 20.10 Build mit optimierten Raspberry Pi-Images für Desktop und Server speziell für Lernende, Erfinder, Lehrkräfte und Unternehmern herausgegeben. Ebenfalls enthalten sind Micro Clouds, eine neue Klasse von Infrastruktur für On-Demand-Computing am Edge.

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Für Raspberry Pi Modelle 2, 3 und 4 gibt es nun einen eigenen Build des Linux-Betriebssystems Ubuntu 20.10 („Groovy Gorilla“) - einschließlich Linux-Desktop und neuem Micro-Cloud-Stack.
Für Raspberry Pi Modelle 2, 3 und 4 gibt es nun einen eigenen Build des Linux-Betriebssystems Ubuntu 20.10 („Groovy Gorilla“) - einschließlich Linux-Desktop und neuem Micro-Cloud-Stack.
(Bild: Canonical)

Die Raspberry Pi Modelle 2, 3 und 4 reihen sich in eine sehr lange Liste von x86- und ARM-Geräten ein, die für Ubuntu zertifiziert sind, dem Betriebssystem, das bekannt ist für seine Public Cloud- und Desktop-Angebote. Dell, HP und Lenovo zertifizieren PCs mit Ubuntu Desktop, das auch das weitest verbreitete Betriebssystem in den AWS-, Microsoft Azure-, Google-, IBM- und Oracle-Clouds ist.

Ubuntu 20.10 („Groovy Gorilla“) enthält außerdem das Container-Management LXD 4.6 und MicroK8s 1.19 für resiliente Micro-Clouds kleine Server-Cluster, die VMs und Kubernetes bei Bedarf am Edge bereitstellen. Sie eignen sich besonders fürs Remote-Office, Zweigniederlassungen, Lager und verteilungsorientierte Infrastrukturen.

Ubuntu-Desktop 20.10

Zusätzlich zur Unterstützung des Raspberry Pi-Desktops umfasst Ubuntu 20.10 GNOME 3.38, welches das Anwendungsraster optimiert, den Reiter „Frequenzen“ entfernt und es ermöglicht, Anwendungen nach den Vorlieben der Benutzer zu ordnen und zu organisieren. Der Schalter für die Anzeige der Batterieladung ist jetzt in den Energieeinstellungen sichtbar, private WiFi-Hotspots können mit Hilfe von eindeutig generierten QR-Codes gemeinsam genutzt werden und eine Neustart-Option wurde zum Statusmenü neben dem Ausloggen/Ausschalten hinzugefügt.

Der 20.10-Desktop bietet ergänzende Unterstützung für Ubuntu-zertifizierte Geräte. Für weitere Ubuntu-Workstations steht nun die biometrische Identifikation zur Verfügung. 2-in-1-Geräte wie Tablets mit On-Screen-Tastaturen werden nun vollständig unterstützt und verbessern das Arbeiten in Ubuntu-Umgebungen auf Geräten wie dem Dell XPS 2-in-1 und Lenovo Yoga.

Raspberry Pi-Modelle mit 4GB oder 8GB Arbeitsspeicher (RAM) erhalten volle Unterstützung für den Ubuntu Desktop. „Vom klassischen Raspberry Pi-Board bis zum industrietauglichen Compute Module, entspricht dieser erste Schritt zu einem Ubuntu LTS auf Raspberry Pi mit langfristigem Support und Sicherheitsupdates unserem Engagement, den Zugang zu den besten Rechen- und Open-Source-Funktionen zu erweitern“, kommentiert Eben Upton CEO von Raspberry Pi Trading.

Micro-Clouds-Stack für vernetzte On-Demand-Computing-Anwendungen

Micro Clouds sind eine neue Klasse von Infrastruktur für On-Demand-Computing am Edge. Micro Clouds sind verteilt, minimal und kommen in kleinem bis extrem großem Maßstab vor. Mit Ubuntu 20.10 stellt Canonical seinen Micro-Cloud-Stack vor. Er kombiniert MAAS, LXD, MicroK8s und Ceph auf Ubuntu für widerstandsfähige Pocket-Clouds, die für unternehmenskritische Arbeitslasten in 5G-RANs, Industrie-4.0-Fabriken, V2X-Infrastrukturen, Smart Cities und Gesundheitseinrichtungen gehärtet sind.

Auf einer Raspberry Pi können Anwender mit MicroK8s beginnen, hochverfügbare Workloads am Edge zu orchestrieren. Mit LXD können sie mit den Clustering- und Virtual-Machine-Management-Funktionen von LXD eine Appliance für das Heimlabor aufbauen. Ubuntu 20.10 bietet Anwendern mit der Raspberry Pi eine Möglichkeit zum Experimentieren, Testen oder Entwickeln mit voller Cloud-Funktionalität. Mit Ubuntu 20.10 auf einer Raspberry Pi ist alles möglich, von Robotik bis zu Künstlicher Intelligenz und Maschinellem Lernen.

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