Messen & Testen

TTsuite mit neuen Funktionen

| Redakteur: Thomas Kuther

Die erweiterte Version 1.3.0 des Testsystems TTsuite bietet neue Funktionalitäten wie das IP-Protokoll-basierte Testen und das Erzeugen von Testfällen aus erfassten Daten
Die erweiterte Version 1.3.0 des Testsystems TTsuite bietet neue Funktionalitäten wie das IP-Protokoll-basierte Testen und das Erzeugen von Testfällen aus erfassten Daten (Bild: Ruetz System Solutions)

Ruetz System Solutions hat die erweiterte Version 1.3.0 des Testsystems TTsuite vorgestellt. Neu sind verschiedene Funktionalitäten wie das IP-Protokoll-basierte Testen und das Erzeugen von Testfällen aus erfassten Daten (Capture and Replay). Zudem steht ein ergänztes Test Development Kit (TDK) bereit.

„Da sich immer mehr IP-basierte Anwendungen ihren Weg ins Auto bahnen, unterstützen wir die Fahrzeughersteller dabei, die Kommunikationsnetzwerke im Auto an die steigenden Anforderungen anzupassen“, betont Wolfgang Malek, Geschäftsführer und Mitgründer von Ruetz System Solutions. „Die wachsende Komplexität automobiler Netzwerke und Applikationen verlangt nach breiteren und verbesserten Testabläufen, um die hohen Ansprüche an Qualität und Compliance zu erfüllen.“

Wolfgang Malek: „Die wachsende Komplexität automobiler Netzwerke und Applikationen verlangt nach breiteren und verbesserten Testabläufen.“
Wolfgang Malek: „Die wachsende Komplexität automobiler Netzwerke und Applikationen verlangt nach breiteren und verbesserten Testabläufen.“ (Bild: Ruetz System Solutions)

Mit der neuen TTsuite 1.3.0 lassen sich IP-basierte Szenarien einfach generieren, indem die IP-Protokollstacks parallel zum erprobten MOST-Protokoll genutzt werden. Das anwenderfreundliche und komfortable Testsystem unterstützt viele der üblichen IP-Protokolle und Beschreibungssprachen für Datenstrukturen. Zu den Anwendungsfeldern in den Industriebereichen Automotive, Consumer und Telekommunikation gehören beispielsweise Universal Plug and Play (UPnP) und Digital Living Network Alliance (DLNA).

Testen von IP-basierter Datenkommunikation

TTsuite 1.3.0 bietet die Möglichkeit für Test Szenarien mit den üblichen IP-Protokolle wie etwa TCP, UDP, FTP, HTTP und SOAP in Kombination mit MOST Ethernet- und Paketdatenkanälen (MOST Ethernet Packet, MEP, und MOST Data Packet, MDP). IP-basierte Testszenarien lassen sich einfach erzeugen, indem die IP-Protokollstacks parallel neben dem MOST Protokoll genutzt werden. Darüber hinaus unterstützt das Testsystem die verbreiteten Beschreibungssprachen für Datenstrukturen wie IDL, Protobuf und ASN.1 und stellt damit vielfältige Möglichkeiten bereit, um komplexe Kommunikationsszenarien komfortabel zu managen. Da das Kodieren und Dekodieren völlig unabhängig von der Datenübertragung erfolgen, können die Protokolle einfach kombiniert und via MDP- oder MEP-Kanäle im MOST Netzwerk versandt werden.

Testfälle aus Test Traces generieren

Ein neues Feature von TTsuite 1.3.0 vereinfacht das Testen noch weiter, indem es einen einfach zu bedienenden Erfassungs- und Wiedergabeassistenten bereitstellt. Damit ist es jetzt möglich, komplette Testszenarien einfach aus „Wireshark Pcap“ (packet capture)-Erfassungsdateien heraus zu erzeugen. Der Vorteil für Anwender besteht darin, dass keine Programmierkenntnisse benötigt werden. Auch mehrfache Erfassungsquellen werden unterstützt. Die Testautorisierung erfolgt schnell und einfach. Die Simulation erlaubt die Analyse realer Situationen. Anwender können ihre Testkonfigurationen flexibel aus ausgewählten Szenarien entwerfen und entscheiden, welcher Kommunikationsteilnehmer getestet oder simuliert werden soll.

Erweitertes Test Development Kit für einfaches Testen

Ruetz System Solutions bietet ein verbessertes und ergänztes Test Development Kit (TDK) mit diversen Möglichkeiten für die Automatisierung in den Bereichen Physical Layer, Netzwerk, Systemverhalten und Applikation für einen reibungslosen Start von Testprojekten. Die hinzugefügten Funktionen vereinfachen die Ableitung von Tests aus dynamischen Spezifikationen. Wenn neue Testfälle aus Nachrichtenabfolge-Diagrammen (Message Sequence Charts, MSC) hergeleitet werden müssen, löst das Test Development Kit diese Herausforderungen hervorragend. Während des Ablaufs einer Test Routine sieht die grafische Testspezifikation zwar wie die ursprünglichen MSC aus, verhält sich aber wie ein Tester mit all seinen Möglichkeiten für unerwartete Stressszenarien. Damit entspricht das Verhalten des Testers nicht dem Sollverhalten des Steuergeräts, sondern zum Beispiel dem eines fehlerbehafteten Steuergeräts.

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