Neues PC-Betriebssystem Tschüss Kacheln, hallo Android: Was ist neu an Windows 11?

Autor / Redakteur: dpa / Michael Eckstein

Windows 10 sollte das letzte Windows sein – jetzt kommt Windows 11: Microsoft hat sein neues Betriebssystem vorgestellt. Und es gibt einige Neuerungen – eine betrifft den ikonischen Startknopf.

Firma zum Thema

Zentral(e): Das runderneuerte Startmenü kommt ohne Kacheln aus und sitzt standardmäßig in der Mitte des Bildschirms. Die Fensteroptik tendiert stark Richtung macOS.
Zentral(e): Das runderneuerte Startmenü kommt ohne Kacheln aus und sitzt standardmäßig in der Mitte des Bildschirms. Die Fensteroptik tendiert stark Richtung macOS.
(Bild: Microsoft)

Neues Start-Menü, Android-Apps und die Integration von Teams direkt ins Betriebssystem: Mit Microsofts Windows 11 kommen einige Neuerungen. Ein Überblick:

Neues Design: Seit Microsoft mit Windows 95 den Start-Button einführte, war er unten links in der Ecke der Taskleiste zu finden (jedenfalls wenn Microsoft nicht versuchte, ihn loszuwerden, wie bei Windows 8). Nun zieht er in die Mitte um - auch wenn Nutzerinnen und Nutzer das nachträglich noch ändern können.

Im Start-Menü öffnet sich jetzt statt der mit Windows 8 gekommenen «Live Tiles»-Kacheln eine Auswahl mit Programm-Icons und relevanten Dokumenten. Mit «Snap-Layouts» kann man den Bildschirm in vorgefertigte Bereiche für verschiedene Apps teilen. Mit «Snap-Groups» kann sich das neue Windows verschiedene App-Kombinationen merken.

Ungewöhnlicher Zwitter: Android auf Windows

Android-Apps: Ja, Tiktok und Instagram können als Android-Apps direkt auf einem Windows-11-PC laufen. Möglich wird das, weil Amazons Plattform zum Download von Android-Anwendungen in den neuen Windows Store integriert wird. Diese Apps sind zwar für Smartphone-Chips auf Basis von Technologie des britischen Chipdesigners Arm entwickelt worden. Doch Microsoft will sie mit Hilfe von Übersetzungssoftware des Chipriesen Intel auch auf Notebooks und Laptops mit Windows 11 laufen lassen.

Teams-Integration: In der Corona-Pandemie ist der Bedarf an Videokonferenzen und besserer Kommunikation zwischen Mitarbeitern stark gestiegen. Dienste wie Zoom boomen. Mit Windows 11 wird man Microsofts dafür gedachte Software Teams gleich vorinstalliert vorfinden, samt eigenem Icon in der Taskleiste.

So kommt man an Windows 11

Systemanforderungen: Die sollen laut Microsoft minimal bleiben. Windows 11 braucht demnach mindestens 4 Gigabyte RAM, nicht weniger als 64 GB Speicher sowie einen Prozessor mit mindestens zwei Kernen und einer Taktfrequenz von einem Gigahertz. „Viele PCs, die weniger als vier Jahre alt sind, können auf Windows 11 aktualisiert werden“, schreibt Microsoft dazu.

Kosten: Neben neuen Geräten mit bereits vorinstalliertem Windows 11 wird Microsoft auch ein kostenloses Upgrade für Nutzer von Windows 10 anbieten. Mit ersten Windows-11-Geräten wird gegen Ende 2021 gerechnet, der Updateplan für Geräte mit installiertem Windows 10 wird derzeit erstellt. Anfang 2022 könnte es losgehen.

(ID:47481719)