Aktuelle Trends im Messtechnik-Markt

Trotz größeren Wettbewerbs positive Entwicklung

| Redakteur: Hendrik Härter

Die Messtechnik wird komplexer und neue Mitbewerber kamen hinzu. Trotzdem sieht die Branche die Zukunft der Messtechnik positiv.
Die Messtechnik wird komplexer und neue Mitbewerber kamen hinzu. Trotzdem sieht die Branche die Zukunft der Messtechnik positiv. (Teledyne LeCroy)

Im ersten Quartal des Jahres 2014 befragte die Redaktion der ELEKTRONIKPRAXIS fünf Messtechnik-Hersteller nach aktuellen Entwicklungen, der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und auch nach Stärken und Schwächen. Der allgemeine Trend: alle sind mit der aktuellen wirtschaftlichen Lage weitgehend zufrieden.

Wir beginnen mit Yokogawa und fragen Marketing-Manager Johann Mathä zu aktuellen Entwicklungen: „Als wir unsere MSO Serie DLM4000 mit 8 analogen Kanälen in den Markt einführten, haben wir bereits angedeutet, in welche Richtung sich unsere Produkte entwickeln. Die Serie ist heute äußerst erfolgreich und beliebt, besonders in der Leistungsmessung an Leistungshalbleitern-Controllern und MCUs. Unser aktueller Entwicklungsschritt ist weltweit noch spektakulärer, denn erstmalig sind präzise Leistungsanalysen mit einem Oszilloskop möglich. Mit dem PX8000 Precision Power Scope lassen sich schnelle transiente Vorgänge auf 4 Phasen leistungsmäßig genau analysieren. Beispielsweise schnelle Brems- und Beschleunigungsvorgänge hochdrehender Antriebe.“

Die Messtechnik entwickelt sich evolutionär, nicht revolutionär

Gastkommentar

Die Messtechnik entwickelt sich evolutionär, nicht revolutionär

25.02.14 - Eine bahnbrechende Entwicklung wird in der Messtechnik auch in den nächsten Jahren nicht stattfinden. Jedoch wird die Entwicklung getrieben von steigenden Frequenzen in der drahtlosen Kommunikation. lesen

Jay Alexander, Vice President und General Manager der Oszilloskop-Sparte bei Agilent steht zu seiner Aussage, dass „Investitionen wesentlich dafür sind, die Oszilloskop-Technologie weiterzuentwickeln. Auch unter dem neuen Namen Keysight Technologies wird das so bleiben.“ Schließlich hat das Unternehmen seit seiner Gründung vor 75 Jahren eine lange Tradition. Und „Messtechnik steht im Dienste der Erkenntnis. So ermöglicht es die Oszilloskop-Serie InfiniiVision 4000 X, ein Signalereignis durch einfache Berührung der Messkurve zu isolieren.“ Und auch für Kunden, die eine hohe Bandbreite wünschen, bietet Agilent eine Lösung: Mit der Serie 90000 Q lässt sich hardwaremäßig eine Bandbreite von 63 GHz abdecken.

Albert Hanselmann, verantwortlich für den europäischen Vertrieb bei Teledyne LeCroy, sieht die Stärken seines Unternehmens in den Serien bei den Serien HDO 4000 und 6000. Bei den sogenannten High Definition Oszilloskopen ist ein 12 Bit A/D-Wandler verbaut, der mit einer 16-mal höheren vertikalen Auflösung aufwartet. Und auch im oberen Preissegment sieht Hanselmann Teledyne LeCroy gut aufgestellt: „Mit der Serie LabMaster 10Zi bieten wir eine Hardware-Bandbreite von 65 GHz und 80 vollsynchrone Kanäle. Zudem bietet wir verschiedene Analyse-Tools wie freikonfigurierbare Manchester- und NRZ-Decoder, Decoder für SENT-Bus, PSI5, ENET und CAN-FD.“

Wolfgang Bartels von Rigol setzt auf die Stärken im unteren und mittleren Oszilloskop-Segment mit mehr Features und Funktionen. „Bei den Oszilloskopen wird Rigol zum einen auf eine erweiterte Bandbreite setzen, zum anderen wird es neue MSO Geräte geben, wobei Rigol hiermit den Bereich Ausbildung, Universität, Forschung und den mittleren Unternehmen ein optimales Preis/Leistungsverhältnis anbieten möchte.“

Und Mikael Näsström, verantwortlich für das Marketing EMEA bei Tektronix, setzt auf die Echtzeit-Oszilloskope mit einer Bandbreite von 70 GHz. Allerdings existieren von dieser komplett neuen Serie bisher nur Muster. „Die neue Oszilloskop-Plattform wird die notwendige Performance und Signaltreue für Anwendungen, wie optische Kommunikationsverfahren mit 400 Gbps und 1 Tbps, sowie für die serielle Datenkommunikation der vierten Generation bieten. Die außergewöhnliche Steigerung der Bandbreite mit verbesserter Signaltreue wurde teilweise durch die von Tektronix-Ingenieuren entwickelte und zum Patent angemeldete ‚Asynchronous Time Interleaving (ATI)‘.“ Die Beliebtheit des MDO4000 ist nach den Worten Nasstöm unter anderem auf die „gestiegene Anzahl von drahtlosen Schnittstelen zurückzuführen. Dazu zählen unter anderem Wi-Fi, Zigbee und RFID.“

Mit dem AWG7000 bietet Tektronix zudem ein Gerät, das mit Abtastrate, langen Signalspeicher und einem großen Dynamikbereich überzeugt. Abgerundet wird das Portfolio durch die MSO70000DX-Serie der Mixed-Signal-Oszilloskope. „Dieses umfasst mittlerweile eine analoge Bandbreite von 70 MHz bis 33 GHz. Alle MSOs von Tektronix enthalten 16 Digitalkanäle. Zudem bieten die Geräte mit 80 Picosekunden die derzeit beste Zeitauflösung auf den 16 digitalen Kanälen.“

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