Telekommunikation Trotz Brexits: Vorerst keine Roaming-Gebühren in Großbritannien

Autor / Redakteur: dpa / Michael Eckstein

Erst einmal bleibt alles beim Alten: Wer mit deutschem Vertrag in Großbritannien telefoniert oder surft, muss nicht mit erhöhten Kosten rechnen – erst einmal. Ab 2022 kann sich das ändern.

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Smartphone-Nutzer müssen zunächst nicht mit Roaming-Gebühren in Großbritannien rechnen. Ab 2022 kann sich dies jedoch ändern.
Smartphone-Nutzer müssen zunächst nicht mit Roaming-Gebühren in Großbritannien rechnen. Ab 2022 kann sich dies jedoch ändern.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Großbritannien-Reisende mit deutschem Handyvertrag müssen sich trotz des Brexits vorerst weiter keine Gedanken um Roaming-Gebühren machen. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) unter Mobilfunkanbietern.

Zwar ist das Vereinigte Königreich mit dem Brexit de facto aus der Roaming-Regelung der EU herausgefallen, dennoch hatten zunächst Anbieter beider Seiten keine zusätzlichen Gebühren für die Nutzung mobiler Daten im jeweiligen Ausland erhoben. In Großbritannien haben nun sowohl Vodafone als auch der Anbieter EE angekündigt, dies ab Januar 2022 wieder ändern zu wollen. Freies Roaming in EU-Ländern soll dann nur noch in bestimmten Tarifen verfügbar sein.

Ab 2022 wieder Roaming-Gebühren möglich

Von Vodafone in Deutschland hingegen hieß es, man habe keine Pläne, wieder Roaming-Gebühren in Großbritannien zu erheben. Auch Kunden der Deutschen Telekom müssen keine zusätzlichen Kosten fürchten. Bei O2 und 1&1 ist das bis zum Jahresende nach Angaben der Unternehmen auch der Fall. Ob das allerdings auch nach 2021 noch gelten wird, wollten sich die Anbieter noch offen halten. Dies hänge von Verhandlungen mit den Roaming-Partnern ab, hieß es auf Anfrage. Man werde seine Kunden zum gegebenen Zeitpunkt informieren.

Innerhalb der EU waren die Roaming-Gebühren 2017 abgeschafft worden.

Seitdem können europäische Handynutzer weitgehend unbesorgt im Urlaub telefonieren oder surfen. Das gilt bislang trotz des Brexits auch für das Vereinigte Königreich, das zum Jahreswechsel die finale Scheidung von der EU vollzogen hatte.

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