Trotz Bedenken bei der Datensicherheit ist Smart Home beliebt

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Komponenten für das Smart Home sind beliebt, obwohl es bei den Anwendern Bedenken bezüglich der Sicherheit gibt. Der Trend ist eindeutig: Die Deutschen wollen smarter wohnen.

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Trotz Bedenken bei der Sicherheit ihrer Daten wollen die Deutschen smarter wohnen. Grundlage ist eine Studie von Deloitte.
Trotz Bedenken bei der Sicherheit ihrer Daten wollen die Deutschen smarter wohnen. Grundlage ist eine Studie von Deloitte.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Das Smart Home gilt sein einigen Jahren als der Standard von morgen, denn viele Komponenten sind bereits heute verfügbar. Doch obwohl das Interesse steigt, sind die Bedenken in Hinblick auf Datenschutz und -sicherheit nicht geringer geworden. Trotzdem nimmt die Bereitschaft zu, Daten zu teilen. Besonders beliebt im Smart Home sind vernetzte Lautsprecher sowie intelligente Schalter und Steckdosen. Hausnotrufsysteme genießen als einziger Zusatzdienst ebenfalls eine hohe Akzeptanz im Markt.

Generell stehen Komfort und Sicherheit an erster Stelle bei den Nutzungsgründen. Gesteuert werden die entsprechenden Systeme – bei denen die Mehrheit offene Plattformen gegenüber geschlossenen eindeutig vorzieht – überwiegend per Smartphone und App. „Von einem Boom zu sprechen, wäre noch verfrüht, aber die Verbreitung von Smart Home-Komponenten nimmt zu. Insgesamt steigen Akzeptanz und Interesse, wenn auch im Hinblick auf sensible Bereiche wie etwa Türschlösser noch Vorbehalte existieren. Der Kenntnisstand ist bei nahezu allen Altersgruppen deutlich gestiegen“, erklärt Dr. Gunther Wagner, Director Technology bei Deloitte.

Diese Geräte sind im Smart Home beliebt

Rund 13 Prozent der Haushalte in Deutschland haben heute einen smarten Lautsprecher, sechs Prozent ein intelligentes Reinigungsgerät – und 14 Prozent einen Mediaserver. Andere Geräte und Systeme bewegen sich in Bezug auf ihre Verbreitung zwischen vier und fünf Prozent. Das grundsätzliche Interesse an der Anschaffung beläuft sich jedoch durchgehend auf 20 bis 30 Prozent. Insgesamt ist die Verbreitung smarter Geräte für das Zuhause in den letzten drei Jahren deutlich gestiegen, bei Lautsprechern, Leuchten und Thermostaten um 50 bis 67 Prozent. Hausnotrufsysteme hingegen stagnieren, Mediaserver legten nur um acht Prozent zu.

Die Anwender der smarten Geräte sind zwischen 25 und 45 Jahre. Ihr Wunsch ist es, mehr Komfort in den Alltag zu bringen. Das sagen 56 Prozent. Beim Thema zusätzlicher Sicherheit sind es 49 Prozent. Doch die Skeptiker sehen vor allem den Datenschutz und die Sicherheit der übermittelten Informationen gefährdet. Rund ein Drittel sieht das als Grund an, auf vernetzte Geräte im Smart Home zu verzichten.

Anwender legen Wert auf Sicherheit

Dass die Smart-Home-Technik noch nicht ausgereift ist, sagen rund 22 Prozent. Und immerhin 15 Prozent finden die Installation vernetzter Komponenten als zu kompliziert. Hersteller von Smart-Home-Geräten sollten bedenken, dass die Datensicherheit gewährleistet ist. Trotzdem ist das Teilen von Daten bei den Anwendern beliebt; hier sind es vor allem die jüngeren Anwender. Schaut man sich die Bedienung von smarten Geräten an, so wird eindeutig das Smartphone bevorzugt. Tablets, Laptops oder andere Alternativen sind abgeschlagen. Auch die Steuerung über natürliche Sprache konnte sich kaum durchsetzen.

Beliebt sind zudem offene Plattformen mit der Möglichkeit, das Smart Home nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten. Ein geschlossenes System aus einer Hand wird vor allem bei älteren Nutzern geschätzt. Auch ein Mietmodell ist bei Geräten für Smart Home nicht sonderlich attraktiv. Allerdings zeigen sich Ältere eher aufgeschlossen, auf ein gebührenbasiertes Modell zu setzen.

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