MIPI-M-PHY-Schnittstellen

Trigger- und Dekodier-Option für Oszilloskop-Serie R&S RTO2000

| Redakteur: Hendrik Härter

Trigger- und Dekodieroption: Mit der R&S RTO-K44 kann dediziert auf Protokollereignisse im untersten M-PHY Physical Layer zugegriffen werden.
Trigger- und Dekodieroption: Mit der R&S RTO-K44 kann dediziert auf Protokollereignisse im untersten M-PHY Physical Layer zugegriffen werden. (Bild: Rohde & Schwarz)

Die R&S RTO-K44 Option von Rohde & Schwarz bietet Trigger- und Dekodierfunktionen für die Fehlersuche bei Designs mit MIPI-M-PHY-basierten Protokollen. Definiert als physikalischer Layer dient M-PHY als Grundlage für eine Vielzahl von Protokoll-Standards, die für eine schnelle Datenübertragung im Ökosystem von mobilen Endgeräten optimiert sind. So findet sich M-PHY beispielsweise mit CSI-3 in Kameras oder mit UFS in Speicherkomponenten für Multimedia-Anwendungen. Mit DigRF rev.4, UniPort oder LLI dient die Schnittstelle in der Chip-to-Chip-Kommunikation. Bei hochintegrierten Schaltungsaufbauten von mobilen Endgeräten wie Smartphones ergeben sich häufig Probleme durch das enge Nebeneinander von schnellen digitalen Schnittstellen und empfindlichen Funktionsblöcken wie Funkmodulen. Die Option spürt Fehlerquellen auf, die mit M-PHY-basierten Schnittstellen im Zusammenhang stehen.

Mit der Option kann dediziert auf Protokollereignisse im untersten M-PHY Physical Layer zugegriffen werden. Unterstützt werden die höheren Protokollschichten des UniPro-Standards, der ebenfalls von der MIPI Alliance definiert wurde. Damit gestaltet sich die Arbeit der Anwender flexibler, wenn sie die geeigneten Dekodierebene für die Fehlersuche wählen. Aufgrund der verschiedenenTriggerevents wie Start of Frame, Data Bursts, Line Control Commands (LCC) oder verschiedene Protocol Data Units (PDU) ist es möglich, Protokolldaten zu erfassen. Die dekodierten Protokollelemente werden farbkodiert im Messkurvendiagramm oder in tabellarischer Form dargestellt. M-PHY definiert verschiedenste Datenratenstufen (Gear) im Low-Speed und High-speed Übertragungsmode. Da Oszilloskope der Serie RTO2000 eine Bandbreite bis 4 GHz bieten, ist eine Fehlersuche für M-PHY-Implementierungen bis zum High-Speed Gear 2 (HS-G2) möglich. Im Low-Speed-Modus kann sowohl PWM- wie auch NRZ-Modulation benutzt werden. Die Option dekodiert beide Formate und unterstützt Multi-Lane-Anwendungen.

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