Frage der Woche

Trendthema „Bring Your Own Device“ – Fluch oder Segen?

| Redakteur: Thomas Kuther

Hilfestellungen zum Trend „Bring Your Own Device“ gibte u.a. vom BSI, BITKOM und dem Faunhofer IAIS
Hilfestellungen zum Trend „Bring Your Own Device“ gibte u.a. vom BSI, BITKOM und dem Faunhofer IAIS (Bild: BSI/Fraunhofer IAIS/BITKOM)

Laut einer BITKOM-Umfrage nutzen fast drei Viertel aller Erwerbstätigen ihre privat angeschafften Geräte wie Smartphones, Tablets oder PCs auch beruflich. Allerdings bringt der Trend zu „Bring Your Own Device“ neben Vorteilen auch Risiken.

„Bring Your Own Device“ ist also ein absolutes Trendthema – und teils sowohl bei Arbeitsgebern als auch bei Mitarbeitern umstritten. Deshalb wollten wir von Ihnen, unseren Lesern wissen, wie Sie dazu stehen.

Die Umfrageergebnisse im Detail

Konkret hat die oben genannte repräsentative Umfrage im Auftrag des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) ergeben, dass 71% aller Berufstätigen in Deutschland ihre privat angeschafften Geräte wie Smartphones, Tablets oder PCs auch für ihre tägliche Arbeit einsetzen. Danach nutzen 35% der Erwerbstätigen einen privat gekauften, tragbaren Computer für den Job und 32% einen stationären Computer. 31% setzen ihr privates Handy ein und 19% ihr Smartphone. Bereits 8% gebrauchen einen privaten Tablet-Computer für ihre tägliche Arbeit.

Hilfestellungen zur BYOD-Thematik

Als „Bring Your Own Device“ (BYOD) wird im Fachjargon der Einsatz von privaten Geräten im Job bezeichnet, wenn der Mitarbeiter dabei Zugriff auf die internen IT-Ressourcen (Anwendungen, Speicherplatz etc.) seines Arbeitgebers hat. Allerdings ist die Umsetzung dieser Idee nicht immer einfach, denn es sind zahlreiche Faktoren zu beachten und auch die rechtliche Situation muss beachtet weden. Doch wer sich mit dieser Thematik befassen möchte steht nicht alleine da. Informationen, Richtlinien und Hilfestellungen bieten u.a. IT-Bundesverband BITKOM, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und das Fraunhofer-Institut IAIS.

Leitfaden zu den Anforderungen

So hat BITKOM beispielsweise zum Thema BYOD einen Leitfaden herausgegeben, der einen Überblick über rechtliche, technische und organisatorische Anforderungen gibt, die jede Organisation erfüllen sollte.

Dieser BITKOM-Leitfaden gibt einen Überblick über rechtliche, technische und organisatorische Anforderungen, die jede Organisation in Sachen „Bring Your own Device“ erfüllen sollte
Dieser BITKOM-Leitfaden gibt einen Überblick über rechtliche, technische und organisatorische Anforderungen, die jede Organisation in Sachen „Bring Your own Device“ erfüllen sollte (Bild: BITKOM)

Dazu gehören:

  • Datenschutz-Anforderungen: Bei der Nutzung privater Geräte sollten private und geschäftliche Daten strikt getrennt werden. Zudem sollte u.a. vereinbart werden, wie mit Daten des Arbeitgebers auf den Geräten verfahren wird, wenn ein Mitarbeiter das Unternehmen verlässt.
  • Anforderungen an die IT-Sicherheit: Die sichere Einbindung privater Geräte in das interne Unternehmensnetzwerk erfordert eine Reihe von Maßnahmen, darunter Vorgaben für die Auswahl der Geräte, die Organisation des Supports oder die Einrichtung eines sicheren Zugangs zum Netzwerk zum Beispiel mit Hilfe digitaler Zertifikate. Andernfalls könnten sich Cyberkriminelle Zugriff auf sensible Unternehmensdaten verschaffen.
  • Lizenzrechtliche Anforderungen: Zu klären ist, ob Software des Unternehmens auf den privaten Geräten laufen darf und umgekehrt. Ist das nicht der Fall, könnte es zu Nachvergütungsansprüchen gegenüber dem Arbeitgeber oder dem Arbeitnehmer kommen.
  • Arbeitsrechtliche Fragen: Bei BOYD wird vom Grundsatz abgewichen, dass der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer die erforderlichen Arbeitsmittel zur Verfügung stellt. Zu klären ist daher, ob dem Mitarbeiter ein Nutzungsentgelt zu zahlen ist oder wie verauslagte Kosten für Providergebühren, Software-Updates oder Reparaturen erstattet werden.

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ich nehme öfter/länger mal privates Werkzeug an meinen Arbeitsplatz mit, um damit diverse...  lesen
posted am 23.08.2013 um 22:36 von Unregistriert


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