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Fertigungsmanagement Transparenz und Traceability in der Elektronikfertigung

| Autor / Redakteur: Dieter Meuser * / Franz Graser

Elektronikfertiger müssen sich schnell auf Kundenanforderungen und Prozessänderungen einstellen. Durch Manufacturing Execution Systeme (MES) können sie ihre Fertigungsabläufe optimieren.

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Bei Automobilzulieferern wie Hella spielt die Compliance mit Normen und gesetzlichen Vorgaben eine zentrale Rolle. Ein MES leistet auch hier Unterstützung. (Hella)
Bei Automobilzulieferern wie Hella spielt die Compliance mit Normen und gesetzlichen Vorgaben eine zentrale Rolle. Ein MES leistet auch hier Unterstützung. (Hella)

Grundvoraussetzung zur Erreichung der Effizienzziele ist die größtmögliche Transparenz der Produktionsabläufe und Prozess-Stabilität.

Mit Einsatz eines Manufacturing Execution Systems können alle relevanten Parameter kontrolliert und entsprechend optimiert werden.

Die Kontrollmechanismen ermöglichen nicht nur beschleunigte Prozesse und optimierte Services, sondern auch eine höhere abgesicherte Qualität der Produkte und Komponenten.

Der Status der Fertigungsprozesse ist zu jeder Zeit einsehbar und das MES gewährleistet die Rückverfolgbarkeit und damit den lückenlosen Nachweis aller Fertigungsschritte.

Das gezielte, systematische und frühzeitige Erkennen von Störgrößen und Schwachstellen reduziert die Fehlerquote signifikant.

Die Verantwortlichen in Unternehmen sind somit in der Lage, über eine reine Prozessverwaltung hinaus, auch dynamisch Einfluss zu nehmen.

Materiallogistik bildet die funktionale Grundlage

Immer mehr Unternehmen aus der Elektronikbranche gestalten ihre Fertigung effizienter: Optimierte Materiallogistik einhergehend mit Bestandsoptimierung und ganzheitlicher Betriebsdatenerfassung sind wesentliche Argumente für den Einsatz eines Manufacturing Execution Systems.

Der EMS (Electronic Manufacturing Services)-Dienstleister Limtronik setzt bereits seit mehreren Jahren auf das MES der iTAC Software AG. Im Laufe der Zeit veränderten sich jedoch die Kundenbedürfnisse und forderten aktuell eine Erweiterung hinsichtlich Rückverfolgbarkeit und Transparenz.

Nach Aufrüstung des eingesetzten Manufacturing Execution Systems ist Limtronik jetzt unter anderem in der Lage, Traceability- und Compliance-Anforderungen zu erfüllen, was zugleich die Wettbewerbsfähigkeit steigert.

Material- und Produktionsplanung wird transparenter

Limtronik ist ein Beispiel dafür, welchen Einfluss die Marktentwicklungen und Kundenanforderungen auf die Fertigungsabläufe nehmen.

Es muss beständig hochwertig produziert sowie flexibel reagiert werden. Mittels der Materiallogistik (ML) der MES-Suite hatte das Unternehmen im ersten Schritt die funktionale Basis geschaffen.

Zu jedem Zeitpunkt haben die Verantwortlichen somit die aktuellen Materialverbräuche im Blick. Auf Basis der Materiallogistik ergeben sich erhebliche Verbesserungen in der Nachvollziehbarkeit der Material- und Produktionsplanung.

So lassen sich Materialbestandsabweichungen im ERP deutlich minimieren und der administrative Aufwand reduzieren. Dies wirkt sich gleichzeitig positiv auf die Lagerbestände sowie die Lagerumschlagshäufigkeit aus und resultiert in besserer Planungssicherheit.

Im Laufe der Jahre kamen weitere Kriterien hinzu, die zum Teil aus den Anforderungen neuer Auftraggeber resultierten. Daher musste unter anderem eine lückenlose Rückverfolgbarkeit im Maschinenpark gegeben sein.

Für Limtronik standen bei der Entscheidung für die Erweiterung insbesondere die Transparenz und Funktionalität im Hinblick auf Produktion, Qualität und Rückverfolgbarkeit sowie die damit einhergehende Gesetzeskonformität im Vordergrund. Die Umsetzung der Traceability im Sinne des Produkthaftungsgesetzes war dabei essenziell.

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