Trafospezialist Kohsel drängt nach Deutschland

| Redakteur: Johann Wiesböck

Geschäftsführer Morton Kohsel: „Wir können aufgrund unserer langen Erfahrung im Trafobau und der hohen Fertigungstiefe den Kunden in der Regel erhebliche Kosten- und Performance-Vorteile verschaffen.“
Geschäftsführer Morton Kohsel: „Wir können aufgrund unserer langen Erfahrung im Trafobau und der hohen Fertigungstiefe den Kunden in der Regel erhebliche Kosten- und Performance-Vorteile verschaffen.“ (Bild: Kohsel)

Trafos von Kohsel werden nach Kundenspezifikation in vielfältigen Varianten für zahlreiche Anwendungsfelder gebaut. Nun wollen die Dänen mit Fertigungen in Lettland oder Thailand die D-A-CH-Region erobern.

Neu auf dem Markt der D-A-CH-Region ist die 1969 gegründete dänische Transformatorenfirma Kohsel, die bisher nur im skandinavischen Markt tätig war. Der Gründer, Gunar Kohsel, konzentrierte sich von Anfang an auf kundenspezifische Produkte, seit 1991 wird das Unternehmen vom Sohn, Morton Kohsel, geführt.

Bereits beim ersten Auftritt auf der SPS IPC Drives 2017 konnten 60 Projekte akquiriert werden. Im September 2018 wird Frank Schiff, Geschäftsführer und Vertriebsleiter der Kohsel GmbH in Kriftel bei Frankfurt/M., das Unternehmen auch auf der InnoTrans in Berlin mit einem eigenen Stand vorstellen.

Mit über 450 Mitarbeitern in Dänemark sowie in eigenen Fertigungsstätten in Thailand und Lettland hat Kohsel bereits über 9.000 Trafo-Typen produziert. Entwicklung und Nullserienfertigung erfolgt im Stammhaus in Dänemark. So sind erste Nullserien bereits sechs bis acht Wochen nach Angebot bzw. Auftragserteilung verfügbar.

Transformatoren, Spulen und Drosseln in vielen Varianten

Kohsel fertigt ein- und dreiphasige Spulen, Drosseln und Transformatoren bis zu 0,5 t Gewicht, 1350 A, Trafos für Solarapplikationen bis 60 KVA, Trafos für Umspannwerke bis 230 KVA, DC-Drosseln, Sicherheits-Trenntrafos, Spartrafos, Magnetventilspulen, Trafos für Medizinapplikationen sowie Ferrittrafos und PFC-Drosseln. Sicherheitstrafos, DC- und stromkompensierte Drosseln für Kühlcontainer und Pumpen sind ein Geschäftsgebiet.

Morton Kohsel: „Wir können aufgrund unserer langen Erfahrung im Trafobau und der hohen Fertigungstiefe in Zusammenarbeit mit den Ingenieuren unserer Kunden in jeder Hinsicht optimierte Produkte anbieten und den Kunden in der Regel erhebliche Kosten- und Performance-Vorteile verschaffen.“

Kohsel kann auch bei Kunden eingesetzte Produkte optimieren und überarbeiten. Wärmeverluste und Gewicht können verringert werden. Durch Materialeinsparung und Optimierung des Produktionsprozesses sinken die Herstellkosten. Das Unternehmen führt auch alle üblichen Prüfungen und Zertifizierungen durch sowie Spezialbehandlungen (Verguss) und angepasste Verpackungen.

Die Serienproduktion findet je nach Größe des Produktes in Lettland oder Thailand statt, beide Werke können alle Produkte herstellen – größere werden vorwiegend in Lettland hergestellt. Das Werk in Thailand wurde 2013 erweitert, um von dort auch den chinesischen Markt beliefern zu können. Bis 2019 wird dort eine weitere Fertigungsstätte errichtet.

Transformatorenproduktion wird kräftig ausgebaut

Die Produktionskapazitäten erlauben schon heute Stückzahlen von bis zu 1 Million Stück pro Typ. Die benötigten Stückzahlen richten sich jedoch nach dem Bedarf der Kunden und können, je nach Typ, bereits ab einigen hundert Stück angeboten werden. Kohsel hat sich hier auf „Custom Made Produkte“ spezialisiert

Die Kunden-Applikationen umfassen die verschiedensten Marktsegmente wie z.B. regenerierbare Energie, Solar und Windkraft, Industrieanwendungen, Bahntechnik, Pumpen und Lüftersysteme, Heizungsanlagen, Beleuchtungstechnik uvm.

Am kommenden Elektroautomarkt will Kohsel beim Bau von Ladestationen partizipieren, denn es wird vermutlich fast nur Schnelladestationen im 100-kW-Bereich geben, die ebensolche Transformatoren erfordern. Weitere Infos finden Sie unter www.kohsel.dk.

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