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Brennstoffzellenantrieb Toyota Mirai als Vorausfahrzeug bei der ADAC Rallye Deutschland

Nachhaltig, sicher und schnell: Der Toyota Mirai hat bei der ADAC Rallye Deutschland (20. bis 23. August 2015) eine neue Ära des Motorsports eingeläutet. Die wasserstoffbetriebene Limousine ist das erste Brennstoffzellenfahrzeug, das bei einem hochklassigen World-Rallye-Championship-Event (WRC) als Vorausfahrzeug gestartet ist.

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Premiere bei der ADAC-Rallye 2015: Der Toyota Mirai ist das erste Vorausfahrzeug mit Brennstoffzellenantrieb bei einem hochklassigen World-Rallye-Championship-Event.
Premiere bei der ADAC-Rallye 2015: Der Toyota Mirai ist das erste Vorausfahrzeug mit Brennstoffzellenantrieb bei einem hochklassigen World-Rallye-Championship-Event.
(Bild: Toyota)

Am Steuer des Mirai saß Mistuhiro Kunisawa. Der japanische Journalist ist ein erfahrener Rallye-Pilot und startete in Trier mit seinem Privatfahrzeug, das gegenüber dem Serienmodell geringfügig modifiziert worden ist. Spezielle Bremsbeläge, Rennbereifung und ein Überrollkäfig sind die wesentlichen Unterscheidungsmerkmale. Die Antriebsleistung, die den Wagen in 9,6 s von 0 auf 100 km/h beschleunigt, bleibt mit 113 kW dagegen unangetastet.

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Möglich ist der Einsatz des Toyota Mirai dank einer mobilen Betankungseinheit des Kooperationspartners Linde. Der 14 m lange Lkw mit Sattelauflieger wird im Fahrerlager stationiert und hat bis zu 240 kg Wasserstoff aus nachhaltiger Produktion an Bord. Mit dieser Wasserstoffmenge kann der Toyota Mirai über 25.000 km Fahrstrecke zurücklegen. Der Tankvorgang dauert im Idealfall lediglich drei motorsportfreundliche Minuten. Dabei kommt fast die gleiche Technik zum Einsatz wie bei den stationären Wasserstoff-Tankstellen.

Zuverlässige Brennstoffzellentechnik

„Bei Rallyes kommt es auf Geschwindigkeit, Haltbarkeit und Zuverlässigkeit an. Die Teilnahme des Mirai zeigt, dass die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie diese wichtigen Eigenschaften besitzt", betont Markus Bachmeier, Leiter Hydrogen Solutions bei Linde. „Wir freuen uns daher sehr, Toyota bei diesem außergewöhnlichen Einsatz unterstützen zu dürfen.“

Der Mirai fährt ohne schädliche Emissionen

Der 4,89 m lange Mirai stößt weder CO2 noch andere Schadstoff- oder Lärmemissionen aus und bietet dabei dennoch ausreichend Dynamik und Fahrspaß für den Einsatz im Motorsport. Zudem ist das Fahrzeug besonders sicher: Der Wasserstofftank besteht aus mehrschichtigem Kunststoff, umwickelt mit Karbon- und Glasfasern. Dies macht ihn so stabil, dass er selbst bei einem Zusammenstoß mit einem Lkw nicht zerstört werden kann – und ist damit viel sicherer als ein klassischer Treibstofftank.

Der Traum von einer schadstofffreien Zukunft

„Wir träumen davon, dass unsere Brennstoffzellen-Fahrzeuge ganz selbstverständlich in der WRC mitfahren können. Wir werden diese Technik daher auch weiterhin mit großem Elan und Ehrgeiz weiterentwickeln. Die fast geräuschlose Premiere in Trier ist für die Zuschauer sicher gewöhnungsbedürftig, dafür erleben sie die Technik einer nahezu schadstofffreien Zukunft“, so Yoshikazu Tanaka, Chef-Ingenieur des Toyota Mirai, der während der Renntage ebenfalls vor Ort sein wird.

Ab Oktober gibt's den Mirai auch in Deutschland

Der Toyota Mirai ist bereits seit Dezember 2014 in Japan erhältlich und soll ab Oktober 2015 in Amerika, sowie in Großbritannien, Dänemark und Deutschland verfügbar sein.

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Über den Autor

Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Redakteur, ELEKTRONIKPRAXIS - Wissen. Impulse. Kontakte.