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Touch-Display: Bedienelemente auf dem Display blind auffinden

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Damit sich Bedienelemente auf einem Touch-Display auch blind auffinden lassen, ist eine präzise Rückmeldung erforderlich. Dazu kombinieren Entwickler unterschiedliche Haptikfunktionen.

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Haptisches Feedback: Um die Zahlen präzise einzugeben, unterstützt eine haptische Rückmeldung. Data Modul und next system arbeiten bei der erweiterten Touch-Eingabe zusammen.
Haptisches Feedback: Um die Zahlen präzise einzugeben, unterstützt eine haptische Rückmeldung. Data Modul und next system arbeiten bei der erweiterten Touch-Eingabe zusammen.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Das haptische Feedback bei einem Touch-Display hat für den Anwender den Vorteil, zu wissen, wo gerade der Finger auf der Oberfläche des Displays ist. Grundsätzlich wird haptisches Feedback als eine Reaktion auf ein sogenanntes Touch-Ereignis durch mechanische Bewegung erzeugt. Der Anwender erhält vom Display eine Bestätigung, dass seine Eingabe erfolgt ist. Damit wird beispielsweise das Bedienterminal eines Bankautomaten oder eine Aufzugsteuerung ausgestattet.

Möchte ein Display-Hersteller die Touch-Technik weiterentwickeln, so ist das nur dann sinnvoll, wenn eine bestimmte Zielgruppe angesprochen wird. Kraftmessung (Force Sensing) und Gestensteuerung (Hover-Gesten) zusammen mit haptischen Feedback erhöhen bei einem Touch-Display die Bediensicherheit.

Präzise Touch-Bedienung mit Feedback

Der österreichische Haptik-Touch-Experte „next system“ verspricht mit seinem Haptic Touch, glatte Oberflächen einfacher zu bedienen. Angesprochen werden Benutzer, die nur ein eingeschränktes Sehvermögen haben. Die dafür von „next system“ entwickelte Technik zeichnet sich durch eine sehr direkte, kontrollierte Ansteuerung und Bewegung der Touch-Oberfläche aus. So lassen sich sehr unterschiedliche Haptikfunktionen umsetzen: von der Emulation einer realen Knackfrosch-Taste, über Schieberegler bis hin zu frei definierbaren Eingabeelementen. Eine herkömmliche PCAP-Lösung kann das nicht so präzise umsetzen. Data Modul und next system bündeln im Rahmen einer Partnerschaft ihr Know-how bei den aktuell verfügbaren Touch-Techniken und bieten diese gemeinsam an.

Die PCAP- (Projected Capacitive-) Technik hat sich in verschiedenen Industrie- sowie Medizinapplikationen durchgesetzt. Ein Display mit PCAP ausgestattet lässt sich mit mehreren Fingern oder sogar mit Handschuhen bedienen. Auch Wasser als leitendes Medium auf der Display-Oberfläche ist kein Problem bei der Eingabe.

PCAP-Touch mit erweiterten Funktionen

Kommt jetzt die integrierte Kraftmessung dazu, sind zusätzliche Sicherheitsfunktionen über frei definierbare Schwellwerte realisierbar. Von der eindeutigen, haptischen Rückmeldung beim Touch-Ereignis profitieren nicht nur sehbeeinträchtigte Anwender; auch Benutzer von Bediengeräten in allen sicherheitsrelevanten Anwendungen, wie der Intensivmedizin, wo der Benutzer den Bildschirm nicht immer im Blickfeld hat. Das Display lässt sich präzise bedienen, ohne dass der Anwender auf die Oberfläche blickt.

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