Tupac in Coachello

Toter Rapper ersteht als Hologramm wieder auf

| Redakteur: Peter Koller

Ließ bei den Zuschauern den Atem stocken: Die unglaublich realistische holographische Projektion des toten Rappers Tupac (Bild: Youtube)
Ließ bei den Zuschauern den Atem stocken: Die unglaublich realistische holographische Projektion des toten Rappers Tupac (Bild: Youtube)

Ein Auftritt des 1996 verstorbenen Rappers Tupac als unglaublich realistisches Hologramm beim Coachella-Festival in Kalifornien sorgt in den USA für großes Aufsehen.

Soziale Netzwerke waren gestern voller Diskussionen über den spektakulären Auftritt (Video auf Youtube). Der virtuelle Tupac performte auf der Bühne zu einer Live-Band die Titel "Hail Mary" und "2 of Amerikaz Most Wanted" zusammen mit den Musikern Snoop Dogg und Dr. Dre.

Letzterer gilt als die treibende Kraft hinter dem Experiment. Dr. Dre hat gemeinsam mit dem Unternehmen AV Concepts Aufnahmen früherer Auftritte des Rappers zu einem Film aus unkomprimiertem High-Definition-Bildmaterial kombiniert. Dieses Material wird von AV Concepts speziell entwickeltem Liquid Scenic Server gestreamt.

Für die eigentliche Projektion wurde die Technik des Unternehmens Eyeliner verwendet. Dabei wird das Videomaterial auf eine spezielle tranparente Folie projiziert, die für die Zuschauer praktisch unsichtbar ist und einen ungehinderten Blick auf den echten Bühnenhintergrund erlaubt.

Die grundsätzliche Technologie hinter dem Auftritt geht auf die 1860er-Jahre zurück und ist als Peppers Ghost bekannt, nach ihrem Erfinder Prof. John Henry Pepper. Dabei wurde in Theatern das Abbild von Schauspielern unterhalb der Bühne auf eine Glasscheibe auf der Bühne gespiegelt.

Kombiniert mit modernster Digitaltechnik lieferte das uralte Prinzip beim virtuellen Auftritt von Tupac eine derart lebensechte Projektion, dass den Zuschauern der Atem stockte. Tupac Mutter Afeni Shakur, die von Dr. Dre um Erlaubnis für den Auftritt gefragt worden war, sprach anschließend von einem sehr bewegenden, wenn auch bittersüßen Moment.

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