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Flashspeicher Toshiba liegen Milliardenangebote für Speichergeschäft vor

| Autor: Sebastian Gerstl

Toshiba möchte offenbar knapp 20% seines Flashspeicher-Bereichs veräußern. Das berichtet der Mediendienst Reuters unter Berufung auf interne Quellen. Demnach lägen mehrere Angebote in Höhe von bis zu 400 Milliarden Yen (ca. 3,37 Milliarden Euro) vor.

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Flash-Speicherkarten von Toshiba: Nach Angaben des Nachrichtendienstes Reuters möchte der japanische Halbleiterhersteller knapp 20% seines Flashspeicher-Geschäfts verkaufen. Angebote in Höhe von bis zu 3,3 Milliarden Euro lägen demnach bereits vor.
Flash-Speicherkarten von Toshiba: Nach Angaben des Nachrichtendienstes Reuters möchte der japanische Halbleiterhersteller knapp 20% seines Flashspeicher-Geschäfts verkaufen. Angebote in Höhe von bis zu 3,3 Milliarden Euro lägen demnach bereits vor.
(Bild: TOSHIBA SDHC Memory Card 8GB - Class 10 / MIKI Yoshihito / Flickr / BY 2.0)

Wie auch das Handelsblatt berichtet, liegen dem japanischen Toshiba-Konzern mehrere entsprechende Kaufanfragen für Teile seines Flashspeicher-Geschäfts vor. Die einzelnen Angebote sollen demnach zwischen 200 Milliarden und 400 Milliarden Yen (1,68 bis 3,37 Milliarden Euro) liegen. Wie eine mit dem Geschäft vertraute Person gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters angab, hoffe Toshiba, durch den Verkauf mindestens 300 Milliarden Yen zu erzielen.

Nach Reuters-Informationen zählen zu den Bietern unter anderem der Wettbewerber SK Hynix aus Südkorea sowie die amerikanischen Konkurrenten Micron Technology und Western Digital. Auch die US-Investmentfirma Bain Capital soll an einem Einstieg bei Toshiba interessiert sein. Insgesamt sollen etwa 19,9% des Flashspeicher-Geschäfts zum Verkauf stehen.

Wie Reuters ausführt, bevorzuge Toshiba grundsätzlich Angebote von Investment- und Kapitalfirmen. Ein Einstieg durch oder Verkauf an Wettbewerber dürfte sich aufgrund kartellrechtlicher Fragen in die Länge ziehen. Laut Reuters benötigt Toshiba schnell verfügbares Kapital, da bis Ende März milliardenschwere Abschreibungen aus dem US-amerikanischen Atomenergie-Geschäft ausgeglichen werden müssen.

Toshiba selbst wollte sich bislang zu den Informationen nicht äußern. Das Unternehmen hatte erst vor Kurzem bekannt gegeben, im japanischen Yokkaichi eine neue Fab zur Fertigung seiner 3-D-Flashspeichertechnologie BiCS-Flash zu eröffnen.

Update 15.30 Uhr

SK Hynix hat bestätigt, ein nicht bindendes Angebot an Toshiba hinsichtlich eines Teilerwerbes der Flashspeicher-Sparte eingereicht zu haben. Die Nachrichtenagentur Bloomberg spricht von einem Angebot in Höhe von mindestens 1,75 Milliarden Euro. Das Magazin Financial Times hat in ihrer Online-Ausgabe zusätzlich den taiwanischen Elektronikkonzern Foxconn und den Private Equity Fund Silver Lake als weiteren Interessenten ins Spiel gebracht.

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