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TrendINDEX 2016.1 Top 3 der Innovationskiller sind Angst, Macht und Glauben

Redakteur: Margit Kuther

Jeder dritte Innovationschef der Wirtschaft verhindert Innovationen aus Angst. Und in 90% der Unternehmen scheitert die Mehrheit der Innovationsideen an der Hürde „Macht“, so die Dauerstudie TrendINDEX 2016.

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TrendINDEX 2016: Jeder dritte Innovationschef der Wirtschaft verhindert Innovationen aus Angst
TrendINDEX 2016: Jeder dritte Innovationschef der Wirtschaft verhindert Innovationen aus Angst
(Bild: Thorben Wengert, pixelio.de)

Das deutsche Zukunftsforschungsinstitut „2b AHEAD ThinkTank“ hat die neuesten Ergebnisse der Dauerstudie „DEUTSCHER TRENDINDEX“ zum Trendklima in der deutschen Wirtschaft vorgestellt.

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Demnach hat sich das Trendklima in der deutschen Wirtschaft in den vergangenen sechs Monaten signifikant verbessert. In der Studie erreicht das aktuelle Trendklima einen Wert von 144, nach 127 vor einem halben Jahr.

Der TrendIndex kann einen Wert zwischen 0 und 200 annehmen. Ein TrendIndex von 100 würde ein gleich bleibendes Trendklima anzeigen. Werte über 100 signalisieren eine zunehmende Trendorientierung.

Der Director Trend Research, Studies & Events des 2b AHEAD ThinkTanks, Michael Carl, erklärt diese positive Entwicklung mit harten Zahlen.

Sowohl hinsichtlich des eingesetzten Innovationsbudgets als auch bei den beschäftigten Innovationsmitarbeitern und bei der Nutzung externer Innovationsdienstleister werden in den befragten Unternehmen aktuell über 10% mehr Ressourcen für Innovation eingesetzt als noch sechs Monate zuvor.

Für die kommenden sechs ist die Stimmung ähnlich positiv. Hier wird insbesondere eine Ausweitung der Beauftragung von externen Innovationsdienstleistern erwartet.

Die wichtigsten Trends und Handlungsoptionen in den Innovationsstrategien der Unternehmen sind:

  • 1. Die Einrichtung eines Omnichannel-Managements für den Kundendialog (67%)
  • 2. Maßnahmen als Reaktion auf den demografischen Wandel (66%)
  • 3. Die Entwicklung adaptiver Produkte (64%)

Allerdings halten die Innovations-Chefs diese Trends für unterschiedlich dringend. Während aktuell und im verbleibenden Rest des Jahres vor allem konkreten Maßnahmen in der Systematischen Trendbeobachtung durch Trendscouting und Trendradare (32%) sowie die Einrichtung und Pflege unternehmensinterner, sozialer Netzwerke (31%) umgesetzt werden, verlagern sich die konkret geplanten Maßnahmen in den kommenden zwei Jahren.

Und zwar auf: Maßnahmen gegen den demografischen Wandel (48%), das Omnichannel-Management (46%) und Big Data Analysen zum besseren Kundenverständnis (43%). Als weniger dringlich werden konkrete Technologien bewertet.

So erreichen nach Meinung der befragten Innovationschefs die Technologien wie der 3D-Druck, Virtual und Augmented Reality sowie das teilautonome Fahren erst in 5 Jahren eine signifikante Dringlichkeit.

Optimismus für eigenes Unternehmen – Pessimismus für die Gesellschaft

Ein auffälliges Phänomen unter Deutschlands Innovationschefs ist der Optimismus für den eigenen Verantwortungsbereich bei gleichzeitigem Pessimismus für die Gesamtwirtschaft.

So beurteilen 81% der Befragten das Innovationsklima im eigenen Unternehmen als positiv oder sehr positiv. Unter den gleichen Befragten halten aber nur 48% auch das Innovationsklima in der Gesamtwirtschaft für positiv oder sehr positiv.

TOP 3 der Innovations-Verhinderer sind Angst, Macht und Glaube

Die Dauerstudie DEUTSCHER TRENDINDEX hat im vergangenen Halbjahr erstmals auch die Innovationsverhinderer in der deutschen Wirtschaft untersucht.

52% der Befragten halten ANGST für den stärksten Innovationsverhinderer. Die TOP3 der wichtigsten Innovationsverhinderer in der Wirtschaft sind demnach

  • 1. Angst (52%)
  • 2. Macht (37%)
  • 3. Glauben (11%)

Auf den Plätzen 4 bis 8 folgen: Politik, Bürokratie, Bildungssystem, Datenschutz und finanzielle Unsicherheit.

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