Leichteres Auffinden und Beheben von Timing-Fehlern

| Redakteur: Sebastian Gerstl

Mit der gemeinsamen Toolbox von PLS und Inchron lässt sich das Echtzeitverhalten realer Hardware effizient untersuchen.
Mit der gemeinsamen Toolbox von PLS und Inchron lässt sich das Echtzeitverhalten realer Hardware effizient untersuchen. (Bild: PLS)

PLS und Inchron haben eine gemeinsame Toolbox für die effiziente Visualisierung und Analyse von Echtzeitsystemen vorgestellt. Das abgestimmte Hard- und Software-Paket ermöglicht Entwicklern komplexer echtzeitkritischer Anwendungen im Automotive- und Industrie-Umfeld eine umfassende, exakte Beurteilung von Abhängigkeiten verschiedenster Ereignisse und deren Zeitverhalten.

Die Toolsbox von PLS und Inchron setütt sich auf zwei Kernkomponenten. Zunächst zeichnet die Universal Debug Engine (UDE) von PLS große Mengen von Trace-Daten zur Laufzeit direkt vom Steuergerät auf und übernimmt deren Vorverarbeitung. Dafür stehen dem Anwender die Zugangsgeräte UAD2next und UAD3+ aus der Universal-Access-Device-Familie zur Verfügung, die mittels entsprechender Target-spezifischer Trace-Module alle gängigen Trace-Schnittstellen unterstützen. Je nach Modellvariante lassen sich zwischen 512 MByte bis 4 GByte Trace-Daten speichern.

Anschließend werden mittels chronVIEW von INCHRON die aufgenommenen Trace-Daten auf vielfältige Weise visualisiert. Abhängigkeiten zwischen parallelen Abläufen von Steueralgorithmen, die sich negativ auf das Echtzeitverhalten auswirken, können so leicht erkannt werden. Gleichzeitig überprüft das Tool automatisch auch die Einhaltung der Echtzeitanforderungen. Anwender erhalten so schnell und übersichtlich einen umfassenden Einblick in das Zeitverhalten ihres Systems.

Das Scheduling von Single-/Multi-/Many-Core-Systemen mit unterschiedlichen Betriebssystemen und Kommunikationsschnittstellen untersuchen zu können, ist eine wichtige Grundlage für die Fehlerbeseitigung. Durch die Kombination der beiden Werkzeuge lässt sich eine Analyse im Rahmen von übergreifenden Entwicklungs- und Testworkflows nunmehr sogar vollautomatisiert durchführen. Anwender können das Zeitverhalten ihres Systems also kontinuierlich überprüfen und so sicherstellen, dass eventuell auftretende Probleme schon in einem frühen Projektstadium behoben werden. Dies reduziert das Risiko späterer Überraschungen, aufwändigerer Nacharbeiten und hoher zusätzlicher Kosten.

„Bei hochkomplexen Systemen ist das schnelle Auffinden und Beheben von Fehlern eine der wichtigsten Grundvoraussetzungen für einen effizienten Entwicklungsprozess“, so Dr. Ralf Münzenberger, Geschäftsführender Gesellschafter der INCHRON GmbH. Jens Braunes, Produktmanager bei PLS, ergänzt: „Unsere gemeinsames Lösungspaket bietet Entwicklern alle dafür nötigen Voraussetzungen. Die Verwendung von Laufzeitinformationen aus dem realen Steuergerät unter Feldbedingungen ermöglicht belastbare Aussagen über das Zeitverhalten und ist damit für die Fehleranalyse und -beseitigung unabdingbar.“

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