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Micropelt Thermoharvester liefert als Alternative zu Batterien über Jahrzehnte Energie

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Micropelt, Freiburger Spezialist für Thermoharvesting (die Energiegewinnung aus frei verfügbarer Abwärme) bringt als erstes industriell einsetzbares Serienprodukt einen TE-Power PROBE Thermoharvester, der nach Firmenangabe das Leistungsangebot von Batteriepacks als Energiequelle für derzeit kommerziell verfügbare Funksensoren weit in den Schatten stellen kann.

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Das zylindrische, aus Aluminium gefertigte Gerät mit etwa 50 mm Durchmesser und 110 mm Gesamtlänge ist laut Burkhard Habbe, Leiter Geschäftsentwicklung bei Micropelt, als Nahfeld-Harvester konzipiert.

Habbe erläutert diesen neuen Begriff: „Endgeräte mit eingebetteten Harvestern zur Energieversorgung funktionieren nur an Messtellen, an denen die für den Harvester nutzbare Energie – typisch Wärme oder Vibration – ausreichend verfügbar ist. Dies ist aber längst nicht immer der Fall. Ein Nahfeld-Harvester wird hingegen an eine optimale Energiequelle im Umfeld des Sensors gesetzt und über ein paar Meter Kabel mit dem Funksensor verbunden. So ist man sehr flexibel und maximiert gleichzeitig das Energiebudget.“

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Ein Temperaturunterschied von 20 °C liefert rund 1 mW

So liefert ein Temperaturunterschied von 20 °C rund 1 mW auf eine feste Ausgangsspannung konvertierte Netto-Leistung, was, über ein Jahr gesammelt, dem Energieinhalt von etwa drei normalen AA-Batterien entspricht. Steht eine Heißseite von 90 °C gegenüber Raumtemperatur zur Verfügung, wächst der Ertrag auf 10 mW, das ergibt ein Jahres-Energiebudget von etwa 30 AA-Batterien.

Der TE-Power PROBE wird mit verschiedenen Stufen der Spannungskonvertierung angeboten. Vom Thermogenerator-Direktausgang über extern von 1,6 V bis 5 V einstellbare, sowie voll geregelte Festspannungen von 2,4, 3,6 und 4,2 V zum Laden von Dünnschichtakkus.

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