Grafisches Systemdesign

NI Week hat im texanischen Austin begonnen

| Redakteur: Hendrik Härter

Nach der Keynote: Dr. James Truchard, CEO von National instruments (rechts), mit Rahman Jahmal (links), Technical & Marketing Director von NI in Europa.
Nach der Keynote: Dr. James Truchard, CEO von National instruments (rechts), mit Rahman Jahmal (links), Technical & Marketing Director von NI in Europa. (Bild: VBM-Archiv)

Vom 5. bis 8. August veranstaltet National Instruments an seinem Stammsitz in Austin die NI Week: An vier Tagen präsentiert das Technologieunternehmen seine aktuellen Entwicklungen und zeigt Trends im graphischen Systemdesign auf.

Jedes Jahr im August lädt National Instruments nach Austin ein, wo in diesem Jahr 4000 Entwickler aus der ganzen Welt wieder eingeladen worden. Bei Außentemperaturen von 40 Grad Celsius und kühlen Innentemperaturen von gerade einmal 15 Grad gab es am ersten Tag in der Keynote ein Feuerwerk an Produktpräsentationen.

Dr. James Truchard, CEO und Mitbegründer von National Instruments, eröffnete die Konferenz mit seiner Keynote-Ansprache. In der Rede ging er auf aktuelle Trends ein: Software kontrolliert Hardware oder mit anderen Worten: die 4. Industrielle Revolution. Vor allem mit der Auswertung analoger Daten werden Entwickler und Ingenieure in Zukunft zu tun haben.

Softwaredesignter Controller mit LabVIEW-Rio-Architektur

An Produkten wurden unter anderem die aktuelle Version von LabVIEW 2013 vorgestellt. Die Software-Plattform unterstützt nicht nur das Betriebssystem NI Linux Real-Time, indem sie Entwicklern Zugang zu dynamischen, Community-basierten Bibliotheken bietet, sondern sie bildet die Grundlage für den neuen software-designten Controller cRIO-9068.

Auf diese Hardware ist National Instruments besonders stolz: Der CompactRIO-Controller basiert auf der LabVIEW-RIO-Architektur (das Kürzel RIO steht für „rekonfigurierbare I/O“). Mit dem Einsatz der NII-CompactRIO-Plattform lassen sich Systeme entwickeln, die Brände an Bord von Frachtflugzeugen bekämpfen, Gleitschirme zur effizienteren Erzeugung erneuerbarer Energien einsetzen oder 20 Tonnen nassen Beton präzise aufschichten.

Zu den neuen Funktionen der Hardwareplattform gehören:

  • Viermal schnellere Leistung als vorherige Generationen aufgrund eines Dual-Core-Prozessors Cortex-A9 von ARM mit 667 MHz und Artix-7-FPGA von Xilinx
  • Neues, Linux-basiertes Echtzeitbetriebssystem für größere Flexibilität ermöglicht Anwendungsentwicklungen mit LabVIEW Real-Time sowie C/C++
  • Erweiterter Betriebstemperaturbereich von -40 bis 70 °C
  • Gewohnte Programmierung mit LabVIEW, die sicherstellt, dass in neuen wie bereits existierenden Designs die neue Technologie mit minimalem Aufwand genutzt werden kann.

Die Unterstützung des Betriebssystems NI Linux Real-Time in LabVIEW 2013 bietet Entwicklern Zugriff auf eine Vielzahl von Community-basierten Bibliotheken und Anwendungen, um ihre Steuer-, Regelungs- und Überwachungssysteme zu erweitern. LabVIEW 2013 ermöglicht ebenfalls erweiterte Zugriffsmöglichkeiten, etwa das vereinfachte Erstellen von Webdiensten oder sicherer, Browser-basierter Zugriff über den Industriestandard WebDAV.

Die Unterstützung des Betriebssystems NI Linux Real-Time in LabVIEW 2013 bietet Entwicklern Zugriff auf eine Vielzahl von Community-basierten Bibliotheken und Anwendungen, um ihre Steuer-, Regelungs- und Überwachungssysteme zu erweitern. LabVIEW 2013 bietet ebenfalls erweiterte Zugriffsmöglichkeiten, wie das vereinfachte Erstellen von Webdiensten oder sicherer, browser-basierter Zugriff über den Industriestandard WebDAV.

Studenten entwerfen Embedded-Systeme innerhalb eines Semesters

Mit der Plattform NI myRIO, die auf derselben Technologie basiert wie NI CompactRIO, haben Studenten innerhalb eines Semesters ein Embedded-System entworfen.
Mit der Plattform NI myRIO, die auf derselben Technologie basiert wie NI CompactRIO, haben Studenten innerhalb eines Semesters ein Embedded-System entworfen. (Bild: National Instruments)

Mit der Plattform NI myRIO, die auf derselben Technologie basiert wie NI CompactRIO, haben Studenten innerhalb eines Semesters ein Embedded-System entworfen. Bei dieser Plattform handelt es sich um die kleinere Version des CompactRIO und ist speziell an die Bedürfnisse von Studierenden angepasst. NI myRIO enthält die aktuelle Zynq-SoC-Technologie von Xilinx, die einen Dual-Core-Prozessor Cortex-A9 von ARM sowie einen FPGA mit 28.000 programmierbaren Logikblöcken umfasst.

Durch die Leistung der grafischen Programmierumgebung NI LabVIEW können Studenten den FPGA programmieren und

ihre Systeme in Echtzeit entwickeln. Die Plattform bietet zehn Analogeingänge, sechs Analogausgänge, Audio-I/O-Kanäle und 40 digitale I/OKanäle sowie integriertes WLAN, einen dreiachsigen Beschleunigungssensor und mehrere programmierbare LEDs in einem robusten Gehäuse.

Rückblick-Video NIWEEK 2012

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