Open Source in der Automation

AMD und drei weitere Mitglieder treten der OSADL bei

| Redakteur: Hendrik Härter

Vier neue Mitglieder konnte das Open Source Automation Development Lab, kurz OSADL, begrüßen. Mit dabei ist der Halbleiterhersteller AMD, der als Silber-Mitglied aufgenommen wurde.

Seit Sommer 2006 ist die Open Source Automation Development Lab (OSADL) aktiv und organisiert die Entwicklung von Open-Source-Software für die Automationsindustrie. Als Silber-Mitglied konnte der Halbleiterhersteller AMD gewonnen werden.

Die kürzlich vorgestellten Prozessoren der AMD Embedded GSeries, auch unter dem Namen eOntario bekannt, bringen wichtige Vorteile für die Welt der EmbeddedSysteme. Mit CPU und GPU auf demselben Chip wird nun endgültig das Problem eines ansonsten noch brauchbaren BoardDesigns gelöst, das nicht mehr hergestellt werden kann, weil der GraphikChip abgekündigt wurde.

Darüber hinaus führt der Wegfall von AusgangsTreibern und EingangsPuffern – beides erforderlich, wenn CPU und GPU auf verschiedenen Chips lokalisiert sind – offensichtlich zu einer erheblichen Reduktion des Energiebedarfs. Ein Muster eines GSeries GT56N Prozessors läuft seit mehreren Wochen stabil und zuverlässig in der OSADL EchtzeitQAFarm. Die dabei gewonnenen Daten der Echtzeiteigenschaften des Prozessors sind öffentlich einsehbar – genau wie bei den anderen über 25 Systemen im kontinuierlichen Test.

AMD tritt unter anderem OSADL bei, um das Engagement des Unternehmens für EmbeddedSysteme zu unterstreichen und damit die Zusage zu geben, der Maschinen- und Automatisierungsindustrie die benötigten Prozessoren zu liefern.

Erstes spanisches Mitglied entwickelt Software

OSADLs erstes spanisches Mitglied ist der Software-Entwickler Desarrollo Software Miramón 4 S.L. in San Sebastian im Norden Spaniens. Die Erfahrung des Unternehmens reicht von der Bahntechnik bis zur Entwicklung von numerischen Maschinensteuerungen. Seit einiger Zeit hat die Firma eine zunehmende Nachfrage nach Linux-und Open-Source-Projekten festgestellt. Das war der wichtigste Grund, OSADL beizutreten.

Eberspächer Electronics entwickelt Linux-Treiber

Der Name "Eberspächer" ist weithin bekannt, und jeder denkt dabei sofort an Automobil-Standheizungen, was natürlich ein wichtiger Teil der EberspächerGruppe darstellt. Allerdings ist Eberspächer Electronics in Göppingen seit zehn Jahren im Markt vertreten mit FlexRayProdukten und Fahrzeugnetzwerk-Technologie.

Als die Firma entschieden hat, einen Linux-Treiber für eine ihrer Flex-Card-Schnittstellenkarten herauszugeben, fiel die Entscheidung, OSADL beizutreten.

Verteilte Embedded-Echtzeit-Betriebssysteme

Die OpenTech EDV Research aus Österreich wurde im 2003 gegründet und ist in Österreich in Bullendorf beheimatet. Mit seiner engen Beziehung zum Distributed Embedded Systems Lab der Lanzhou Universität liegt der Fokus der OpenTech in der industriellen Forschung von BasisTechnologien im Bereich des Einsatzes von verteilten Embedded-Echtzeit-Betriebssystemen in sicherheitskritischen Umgebungen.

OpenTechs-Geschäftsführer Prof. Nicholas McGuire ist seit 2008 Safety-Koordinator des OSADL; eine seiner ersten Aktivitäten war die Gründung der OSADL Safety Critical Working Group, die er von Anfang an leitet.

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