Softwaremodellierung

Neuer Ansatz für die Versionierung von Modellen

| Autor / Redakteur: Dr. Oliver Alt, Roman Bretz, Dr. Konrad Wieland * / Franz Graser

Die Modellierung von Softwarearchitekturen dringt auch in die Embedded-Domäne ein.
Die Modellierung von Softwarearchitekturen dringt auch in die Embedded-Domäne ein. ( © Grzegorz Margol - Fotolia)

Wie können verteilte Teams effizient mit Softwaremodellen arbeiten? Der Beitrag stellt einen Lösungsansatz vor, der in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Wien erarbeitet wurde.

Für die modellbasierte Entwicklung mechatronischer Systeme wird gerne die Systems Modeling Language (SysML) verwendet, mit der sich Struktur und Verhalten eines Systems beschreiben lassen. Zudem erlaubt es die SysML, die textuellen Anforderungen an ein System in das Modell zu integrieren, sodass sich diese mit anderen Modellelementen verknüpfen lassen.

Die Sprache UML (Unified Modeling Language) kommt zum Einsatz, wenn Softwaresysteme realisierungsnäher beschrieben werden sollen. Anfangs für die Beschreibung objektorientierter Software konzipiert, lässt sich die UML auch für Embedded-Software verwenden, da sie Struktur und Verhalten eines Programms beschreibt. Dies kann so weit gehen, dass komplett lauffähiger Code aus einem UML-Modell generiert wird.

Verteilte Bearbeitung von Modellen

Die Bedeutung von Modellen für die Entwicklung nimmt stetig zu. Damit ergeben sich aber auch Anforderungen an die Infrastruktur und das Konfigurationsmanagement von Modellen, etwa im Hinblick auf verteiltes Arbeiten. Dies gilt umso mehr, als sich die Arbeitswelt immer stärker globalisiert und Entwicklungsstandorte oft geografisch weit voneinander entfernt liegen.

In der Vergangenheit gab es bei Modellierungswerkzeugen wie Enterprise Architect (Sparx Systems) diverse Ansätze für eine verteilte Zusammenarbeit. Eine Möglichkeit ist die Nutzung einer zentralen Datenbank, auf die alle Modellnutzer in Echtzeit zugreifen. Damit sind Änderungen sichtbar, sobald sie gemacht werden.

Das Problem bei einer gemeinsamen Datenbank ist aber die Schwierigkeit, einzelne Elemente oder Strukturen des Modells zu versionieren und einzeln freizugeben. Ein Lösungsansatz war es, Teilstrukturen des Modells zusätzlich zur Speicherung in der Datenbank auch in Dateien zu sichern und mit Versionskontrollsystemen zu verwalten.

Diese Versionierung funktioniert aber maximal auf Paketebene und nicht für einzelne Elemente. Pakete sind vergleichbar mit Ordnern auf einer Festplatte, nur enthalten sie in der Modelldatenbank nicht Dateien, sondern Modellelemente, Verbindungen und Diagramme.

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