2. Embedded-Linux-Woche

Programmierung und Echtzeitentwicklung für Linux-Applikationen

| Redakteur: Johann Wiesböck

Die kommende Embedded-Linux-Woche vom 19. Bis 23. März 2012 in Würzburg bietet wieder eine umfassende und sehr praxisnahe Agenda für alle Entwickler, die Linux für eine Embedded-Anwendung einsetzen möchten. Ein zusätzlicher Grundlagentag adressiert Neueinsteiger und weniger erfahrene Linux-Programmierer.

Den Teilnehmern wird während der Linux-Woche ein echtes Embedded-Board mit fertigem Linux zur Verfügung gestellt. Zusammen mit dem eigenen Notebook als Entwicklungssystem werden darauf praktische Übungen von den Teilnehmern selbst live durchgeführt. Mit diesem Vorgehen haben unsere Referenten sehr gute Erfahrungen in früheren Seminaren gemacht.

Jeder Teilnehmer (nicht am Grundlagentag) erhält außerdem eine externe USB-Festplatte (250 GB), die nach dem Seminar zur weiteren Verwendung mit nach Hause genommen werden kann.

Die Linux-Woche bietet einen stufenweisen Aufbau der Seminare in fünf Tagen von den Grundlagen über die Systemprogrammierung und die Entwicklungswerkzeuge bis hin zu Echtzeit-Linux.

Das Thema „Kernel-Treiber“ wurde im Vergleich zum letzten Jahr weggelassen. Es bedeutet einen zu großen Sprung im didaktischen Aufbau. Bei Interesse können wir dieses Thema zeitnah in einer Folgeveranstaltung aufgreifen und anbieten. Das ebenfalls nicht mehr als Schwerpunkt enthaltene Thema „Linux-Debugging“ wird Mitte des Jahres wieder angeboten – vermutlich in KW 27.

Struktur und Referenten der Linux-Woche 2012

Zur Auflockerung der naturgemäß teilweise etwas „trockenen“ technischen Themen bieten wir den Teilnehmern pro Modul mindestens einen interessanten 45-Minuten-Vortrag von Dr. Carsten Emde, der etwas über den Tellerrand der reinen Softwareentwicklung hinausgeht und der Frage nachgeht, was die Gesellschaft von Open Source lernen kann. Aus aktuellem Anlass und zusätzlich zu den Vorträgen arbeiten wir an einer Diskussionsrunde zum Thema „Sinn und Unsinn von Android in der Automatisierungstechnik“.

Das Modul 1 am Montag 19.3. liefert die nötigen Linux-Grundlagen für die folgenden Tage. Das Modul 2 am Dienstag und Mittwoch 20./21.3. befasst sich ausführlich mit der Embedded-Linux-Systemprogrammierung und den Entwicklungswerkzeugen. Das Modul 3 am Donnerstag und Freitag 22./23.3. vertieft dann die „Herausforderung“ Echtzeit-Linux.

Die Referenten der Linux-Woche 2012 sind Dr. Carsten Emde von OSADL, Andreas Klinger von IT Klinger sowie Wolfram Gettert und Lars Poßberg von Mixed Mode.

Die Agenda der Linux-Woche 2012 vom 19. – 23. März

Montag 19.3.: Die wichtigsten Grundlagen von Linux

  • Manpages u. Infoseiten
  • Dateien (grep, find, whereis, file, head, tail, tar)
  • Prozesse (ps, kill, Piping, Ein- / Ausgabeumleitung, sudo)
  • Shell (bash-completion, history, Umgebungsvariablen, Alias)
  • Shell-Skripte (test, if, for, trap)
  • Daemonen (syslog, klog, cron, udevd)

Dienstag 20.3.: Embedded-Linux-Systemprogrammierung und Entwicklungswerkzeuge

  • Kernel-Aufbau, virtuelles Filesystem (VFS), Syscall-Schnittstelle
  • Signale, IPC (Posix-Shared-Memory, Semaphore, Message-Queue)
  • Cross-Compilierung, Makefiles
  • Remote-Debugging
  • cgdb, Eclipse
  • valgrind
  • Übung: Remote Cross-Debugging mit dem Targetboard

Mittwoch 21.3.: Embedded-Linux-Systemprogrammierung und Entwicklungswerkzeuge

  • Multithreading mit NPTL, Mutex, Barrier
  • Scheduling-Policy
  • hrtimer-Framework, Posix-Timer
  • ftrace-Framework
  • Systemtap-Framework
  • Übung: RT-Threading-Anwendung

Donnerstag 22.3.: Einführung in Echtzeit-Linux

  • Einführung in Echtzeit-Linux
  • Messung von Latenzen und Jitter
  • Übung: Linux mit RT-Preemption-Patch
  • Linux-Scheduling-Klassen, threaded Interrupts und SoftIRQs
  • Echtzeitfähige Synchronisierung (RT-Mutex, Posix-PI-Mutex)
  • Übung: Erstellung einer Anwendung mit Echtzeit-Tasks

Freitag 23.3.: Echtzeit-Linux in der Praxis

  • Design und Integration eines Echtzeit-Systems
  • Visualisierung des Echtzeitverhaltens
  • Kontinuierliches Latenz-Monitoring
  • Besonderheiten bei Single-Core- bzw. Multi-Core-Systemen
  • Virtualisierung und Echtzeit
  • Echtzeitperipherie: Welche Limitationen gibt es?
  • Praxis-Beispiel: Echtzeit-Ethernet mit Peer-to-peer-UDP-Verbindung

Preise der Module, Auskünfte und Anmeldung

Für die Linux-Woche können bis zu drei Module gebucht werden: Modul 1 zu Embedded-Linux-Grundlagen am Montag (390 €). Modul 2 zu Embedded-Linux-Systemprogrammierung und Entwicklungswerkzeuge am Dienstag und Mittwoch (780 €). Modul 3 zu Echtzeit-Linux am Donnerstag und Freitag (780 €).

Alle Preise verstehen sich zuzüglich gesetzlicher MwSt. Darin enthalten sind die Seminarunterlagen und Verpflegung. Das Parken ist auf dem Gelände kostenfrei. Rabatte bei Mehrfachbuchungen können leider nicht gewährt werden. Die Zahl der Teilnehmer ist aus didaktischen Gründen begrenzt.

Alles Infos und Anmeldung zur Linux-Woche 2012 finden Sie unter www.linux4embedded.de.

Telefonische Auskünfte: Jürgen Dölling: Tel. +49(0)931 4182054

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 32057340 / Software-Entwurf & Echtzeit-Design)