Hearable, Wearable, Tracker

„The Dash“, der Computer im Ohr

| Redakteur: Margit Kuther

Ist München ein so investmentfreundliches Gebiet?

Eigentlich nicht. Die Münchner Investoren sind eher glücklich, wenn sie in Immobilien investieren können – was typisch ist für ganz Deutschland. Statt Arbeitsplätze für die Kinder und Enkel zu schaffen, wird lieber in Wohnraum für sie investiert.

Mir fehlt hier so ein bisschen die Mentalität der Gründerzeit, wie sie in Deutschland in den 50er Jahren geherrscht hat. Wenn ich irgendwann alt werde und zurückschaue, dann will ich sagen: Ich habe den Menschen einen Platz zum Arbeiten gegeben in einem Unternehmen, das sie toll finden und wo sie die Möglichkeit haben, viel zu lernen.

Ich will am Ende nicht sagen, ich habe viele Gebäude. Das wäre für mich furchtbar. Ich wohne übrigens zur Miete, habe keine einzige Immobilie.

In ein Gerät wie „The Dash“ fließt Wissen der unterschiedlichsten Fachrichtungen ein. Wie schafft man es, die Experten aus den verschiedenen Feldern unter einen Hut zu bekommen?

Wir haben eine holokratische Unternehmensstruktur, das heißt, wir haben keine Silos mit den verschiedenen Fähigkeiten, sondern wir bauen querfunktionale Projekte auf. In jedem Projekt sitzen ein Designer, ein Programmierer und ein Hardwareentwickler.

Abhängig davon, wo das Projekt gerade steht, werden die Leute einbezogen und wieder herausgenommen. Die Designer verfolgen das Projekt bis zum Schluss und die Softwareleute sind von Anfang an mit dabei.

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Welche Hürden hatten Sie denn aus technologischer Sicht zu überwinden?

Da gab es mehrere. Wir mussten das Produkt aus möglichst kleinen Komponenten aufbauen. Mit einem eigens für uns entwickelten Chip wäre das einfacher gewesen – aber das wäre zu teuer und wir wären bei eventuellen Änderungen nicht mehr flexibel genug.

Daher nutzen wir diskrete Komponenten, die bereits existierten. Heute haben wir in „The Dash“ 27 Sensoren – die Integrationsdichte ist der absolute Hammer. Als wir angefangen haben, sagten die meisten Experten, dass das nach dem Stand der Technik so nicht machbar wäre.

Insgesamt sind in dem Gerät fünf Weltneuheiten realisiert, die es in der Größe und Komplexität so bisher nicht gegeben hat.

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