Hearable, Wearable, Tracker

„The Dash“, der Computer im Ohr

| Redakteur: Margit Kuther

Gibt es schon Firmen, die Apps für „The Dash“ entwickeln wollen?

Absolut. Eigentlich sogar schon zu viele: Wir haben fast 7000 Entwickler, die sich angemeldet haben und gerne etwas für das Produkt entwickeln wollen.

Welche Rolle spielt die Crowdfunding-Kampagne bei der Realisierung von „The Dash“?

Was ich toll finde am Crowdfunding ist, dass nicht irgendein Finanzinvestor entscheidet, ob meine Idee gut oder schlecht ist, sondern hunderttausende von Menschen. Und fast 16.000 Menschen fanden unser Projekt so überzeugend, dass sie dafür bezahlt haben.

Was glauben Sie, ist die Motivation der Funder?

Die Menschen machen es nicht, weil sie mich toll finden oder unbedingt das Produkt haben wollen. Die meisten Menschen wollen das Projekt verfolgen. Sie wollen teilhaben an dem, was wir tun, und uns begleiten auf der Reise bis zum fertigen Produkt.

Die Crowdfunder haben mehr als 3,3 Millionen US-Dollar in Ihr Projekt investiert. Reicht das, um ein neues Unternehmen aufzubauen?

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Ganz ehrlich – Crowdfunding dient nicht in erster Linie dazu, Geld zu bekommen. Denn am Ende bleibt davon nicht viel übrig. Erst einmal muss man zehn Prozent Gebühren für Kickstarter und Amazon Payment abziehen.

Dann erhalten die Crowdfunder ja das Gerät vergünstigt, so dass, wenn man die Produktionskosten abzieht, nicht mehr viel Gewinn übrig bleibt. Darüber hinaus muss man für die benötigten Fertigungsanlagen zahlen.

Bei uns kosteten alleine die Spritzgusswerkzeuge doppelt so viel wie alles, was übriggeblieben ist. Dann kommt noch die Zertifizierung, denn wir wollen ja in die ganze Welt liefern, und die Lieferkosten.

Also das, was bei Kickstarter übriggeblieben ist, ist nur ein klitzekleiner Teil von dem tatsächlich benötigten Geld.

Kickstarter ist daher für mich keine Finanzierungsplattform. Es ist eine PR-Plattform.

Suchen Sie denn noch Investoren?

Nein, wir haben bereits fantastische Investoren an Bord, die uns unterstützen und mit ihrem Netzwerk helfen. Wir haben letztes Jahr 20 Millionen Euro an Investmentgeld bekommen. Für deutsche Verhältnisse ist das sehr viel.

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