Qualitätssicherung

Testwerkzeug Tessy verbessert die Übersichtlichkeit

| Redakteur: Franz Graser

Den Code auf Fehler zu prüfen, ist nicht die einzige Aufgabe eines Testwerkzeugs. Tessy V3.0 erlaubt auch die Verwaltung von Anforderungen und erlaubt damit die Nachverfolgbarkeit von Requirements zu Testfällen.
Den Code auf Fehler zu prüfen, ist nicht die einzige Aufgabe eines Testwerkzeugs. Tessy V3.0 erlaubt auch die Verwaltung von Anforderungen und erlaubt damit die Nachverfolgbarkeit von Requirements zu Testfällen. (Bild: Clipdealer)

Der Karlsruher Tool-Spezialist Hitex Development hat die Version 3 des Tools Tessy vorgestellt, das auf Unit- und Integrationstests zielt.

Mit der umgestalteten Benutzeroberfläche von Tessy, die nunmehr auf dem freien Eclipse-Framework basiert, konnte die Übersichtlichkeit für die Anwender verbessert werden. So gibt es jetzt einen tabellarischen Editor für die Testdaten. Er erlaubt es den Benutzern, die Daten mehrerer Testfälle bequem nebeneinander zu betrachten.

Werden zusätzliche Informationen gewünscht, etwa die Beschreibung eines Testfalls, so lassen sich diese parallel auf dem Bildschirm anzeigen. Darüber hinaus wurde die grafische Anzeige von Testdaten und ihren Ergebnissen verbessert.

Darüber hinaus ist das Werkzeug nun in der Lage, Anforderungen zu verwalten. Damit ist es möglich, Testfälle mit den zugrunde liegenden Requirements zu verknüpfen. Die Anforderungen lassen sich entweder im Tool selbst anlegen oder aus einer Datei importieren. Jedes Requirement kann somit einer zu testenden Codeeinheit, einem Modul oder einem Testfall zugeordnet werden.

Darüber hinaus ist einer Übersicht zu entnehmen, ob Anforderungen noch keinen Artefakten zugeordnet sind. Nach der Testausführung gibt es zudem eine Auswertung, die anzeigt, ob Anforderungen möglicherweise fehlgeschlagene Tests zugeordnet sind. Diese Eigenschaft dürfte das Testmanagement wesentlich erleichtern.

Außerdem erlaubt der integrierte Editor zur Testfallspezifikation nun auch, Werte für nicht-skalare Datentypen, so etwa Arrays und Zeiger, vorzugeben. Der Editor folgt der Klassifikationsbaum-Methode. Diese Neuerung ermöglicht es laut Hersteller, Testfälle schneller zu erstellen.

Neu hinzugekommen ist zudem die Möglichkeit, die Schnittstelle eines Testobjekts zu erweitern. Das kann nützlich sein, wenn der Wert einer Variablen in den Test einbezogen werden soll, das Modul, in dem diese Variable definiert wird, aber nicht im Quellcode entfalten ist, sondern nur als Code-Objekt vorliegt.

Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn das Modul in einer Bibliothek enthalten ist. Der Anwender kann nun das Interface des Testobjekts um diese Variable erweitern, indem er ihre Eigenschaften wie ihren Namen und Datentyp angibt. Damit wird diese Variable denjenigen gleichgestellt, die Tessy bereits durch Analyse des Quellcodes ermitteln konnte. Die Daten dieser Variablen können im Testeditor eingegeben werden. Diese Informationen lassen sich von und nach Excel ex- und importieren, und die Variable wird auch im Testreport aufgeführt.

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